Die Gemeinde Weitramsdorf erstreckt sich im malerischen Coburger Land, unmittelbar an der Grenze zwischen Oberfranken und Thüringen. Geografisch ist der Ort tief eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, die von den dichten Ausläufern des Callenberger Forstes und des Itzgrundes geprägt ist. Eine absolute Besonderheit ist die historische Verbindung zum Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha, was Weitramsdorf eine fast aristokratische Aura inmitten ländlicher Idylle verleiht.

Besonders der Ortsteil Schloßgrund mit dem nahegelegenen Schloss Tambach und seinem weitläufigen Wildpark macht die Region zu einem Zentrum für Jagdtradition und Naturkunde. Die Architektur des Hauptortes besticht durch stattliche Fachwerkhöfe und die weithin sichtbare St. Nikolaus Kirche, deren Fundamente Geschichten aus Jahrhunderten bergen. Weitramsdorf liegt zudem am Rande des Rodacher Hügellandes, was der Gegend ein abwechslungsreiches Relief aus weiten Feldern und tiefen Mischwäldern verleiht. Diese Geografie der Verstecke, kombiniert mit dem Erbe der herzoglichen Jagdgesellschaften und der ruhigen, fast isolierten Lage an den einstigen Grenzpfaden, bietet den perfekten Nährboden für ein Verbrechen, das seine Wurzeln in einem lang gehüteten Familiengeheimnis hat.

Schauplätze

Der erste Schauplatz ist der Wildpark Tambach. Im Schatten der alten Eichen, unweit des Damwildgeheges, wird eine zerbrochene Jagdtrophäe gefunden. Es handelt sich um ein Gehörn, das jedoch nicht von einem einheimischen Reh stammt, sondern eine seltene, fast weiße Färbung aufweist. An den scharfen Enden des Geweihs kleben Reste von grünem Lodenstoff, der offensichtlich bei einem heftigen Gerangel aus einem Kleidungsstück gerissen wurde. Die Spurenlage deutet darauf hin, dass hier nachts eine illegale Übergabe stattfand.

Ein weiterer wichtiger Ort ist die St. Nikolaus Kirche in Weitramsdorf. In einer Nische des Glockenturms wird ein versteckter Flachmann aus Zinn sichergestellt. Das Gefäß ist mit einer aufwendigen Gravur versehen, die das Wappen einer längst erloschenen Adelslinie zeigt. Der Inhalt riecht nicht nach Schnaps, sondern nach einer chemischen Lösung, die zur Restaurierung alter Ölgemälde verwendet wird. Am Boden der Nische finden sich zudem frische Abdrücke von Reitstiefeln, die ein sehr spezifisches Sohlenprofil aufweisen.

Der dritte Schauplatz ist die Alte Mühle an der Weidach. In der ehemaligen Mahlkammer, die heute als Lagerraum dient, wird ein verloren gegangener Manschettenknopf in Form einer Patrone entdeckt. In den feinen Rillen des Schmuckstücks befinden sich Rückstände von rotem Lehm, der in dieser Zusammensetzung nur in einem ganz bestimmten Waldstück oberhalb des Ortes vorkommt. Eine danebenliegende hastig weggeworfene Quittung eines Antiquitätenhändlers aus Coburg gibt Rätsel auf.

Der vierte Schauplatz ist der Waldrand am Callenberger Forst. Zwischen den Wurzeln einer markanten Buche wird eine antike Taschenuhr ausgegraben. Die Uhr ist stehengeblieben, doch im Innendeckel findet sich eine handschriftliche Widmung, die auf eine verbotene Romanze zwischen einem Dienstmädchen und einem Jagdgast aus dem Jahr 1920 hindeutet. An der Kette der Uhr haftet ein kleiner Splitter aus buntem Kirchenglas, der nicht zur aktuellen Verglasung der hiesigen Kirche passt.

Verdächtige

Baron Ulrich von Tambach ist ein passionierter Jäger und Besitzer eines angrenzenden Reviers. Sein Motiv ist die Wahrung des Familienruhms. Er erfuhr, dass ein wertvolles Gemälde aus dem herzoglichen Besitz, das als verschollen galt, in seinem Keller lagert und eigentlich der Gemeinde gehört. Um einen Skandal zu vermeiden, wollte er alle Beweise vernichten. Seine Besonderheit ist sein Hang zu traditioneller Jagdbekleidung aus Loden und seine Vorliebe für exklusive Zinnflachmänner.

Magdalena Kunst ist eine junge Restauratorin, die mit der Begutachtung der Kirchenschätze in Weitramsdorf beauftragt wurde. Ihr Motiv ist Habgier. Sie entdeckte die Verbindung zwischen der Taschenuhr und dem Gemälde und wollte den Schatz auf eigene Faust bergen und verkaufen. Ihre Besonderheit ist ihre fachliche Kenntnis über Lösungsmittel und ihre Reitstiefel, die sie bei ihren Erkennungstouren durch das unwegsame Gelände stets trägt.

Gottfried Müller ist der ehemalige Mühlenbesitzer und jetzige Waldarbeiter. Sein Motiv ist Gerechtigkeit für seine Vorfahren. Er glaubt, dass seine Familie durch die herzogliche Verwaltung einst unrechtmäßig enteignet wurde und das im Wald versteckte Gold ihm gehört. Seine Besonderheit ist seine enorme physische Kraft und die Tatsache, dass er jeden Winkel des Callenberger Forstes und die Lehmvorkommen dort besser kennt als jeder andere.

Konflikt und Geheimnis

Der tiefere Konflikt dreht sich um das „Weitramsdorfer Jagdprivileg“. Eine alte Legende besagt, dass ein früherer Herzog als Dank für die Rettung seines Lebens der Gemeinde einen Schatz in Form von wertvollen Kunstwerken und Goldmünzen vermachte, der jedoch nie offiziell registriert wurde. Das Geheimnis liegt in einem verschlüsselten Jagdbericht, der in den Kirchenarchiven versteckt war. Das Opfer, ein Archivar aus Coburg, hatte diesen Bericht entschlüsselt und war kurz davor, den Fundort preiszugeben. Der Mord geschah, als die drei Verdächtigen unabhängig voneinander versuchten, das Wissen des Archivars an sich zu reißen. Die Taschenuhr und das bunte Glas sind die Schlüssel zu einem verborgenen Kellergewölbe unter der alten Kapelle, die längst vom Wald überwuchert ist.

Aufklärung und Finale

Das Finale findet während einer inszenierten Treibjagd im Wildpark statt, zu der alle Verdächtigen geladen sind. Die Ermittler präsentieren die gesammelten Beweise unter freiem Himmel. Der entscheidende Moment ist der Abgleich des Lodenstoffs mit dem zerrissenen Ärmel von Baron Ulrichs Jagdjoker. Doch der Baron hat ein Alibi für die Tatnacht. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Magdalena Kunst, als die Ermittler den Lösungsmittelgeruch aus dem Flachmann mit ihren Arbeitsutensilien vergleichen. Sie bricht jedoch erst zusammen, als der Manschettenknopf ins Spiel kommt. Dieser gehört eigentlich Gottfried Müller, doch Magdalena hatte ihn am Tatort platziert, um den Verdacht auf den Waldarbeiter zu lenken. Der entscheidende Fehler: Der rote Lehm am Knopf stammt von einer Stelle, an der nur Magdalena in jener Nacht mit ihren Reitstiefeln war, während Gottfried ein wasserdichtes Alibi im Wirtshaus hatte. Es wird enthüllt, dass Magdalena den Archivar in der Mühle stellte und ihn im Streit stieß, wobei sie den Manschettenknopf verlor, den sie zuvor Gottfried gestohlen hatte.

Auflösung und Teilnahmezertifikat

Der Fall ist gelöst, das Gemälde wird der Gemeinde Weitramsdorf zurückgegeben. Die Teilnehmer werden für ihren Scharfsinn geehrt und erhalten die Auszeichnung „Hüter des Tambacher Erbes“. Dieses Zertifikat bescheinigt den erfolgreichen Abschluss der Ermittlungen und den Schutz der fränkischen Jagdtradition. Es ist mit einem Siegel in Form eines Hirschgeweihs versehen.

Essen und Trinken

Passend zur Umgebung werden regionale Wildspezialitäten serviert. Es gibt „Weitramsdorfer Wildschweinragout“ mit handgedrehten Klößen und Preiselbeeren. Als Vorspeise wird eine Pfifferlingssuppe aus Waldpilzen gereicht. Für Vegetarier gibt es „Fränkische Käsespätzle“ mit Bergkäse aus der Region. Zum Trinken wird ein herbes Landbier aus einer kleinen Brauerei im Itzgrund oder ein kräftiger Rotwein aus den fränkischen Anbaugebieten ausgeschenkt. Zum Dessert gibt es „Waldbeeren-Trifle“ mit Schmand.

Zusatz-Programmpunkte

Das Rahmenprogramm umfasst eine Falkner-Vorführung im Wildpark, bei der die Teilnehmer mehr über die Beizjagd erfahren. Zudem wird eine geführte Sagenwanderung zu den vergessenen Kapellenruinen im Forst angeboten. Ein lokaler Bogenbau-Workshop ermöglicht es den Gästen, die Grundlagen der traditionellen Bogenjagd kennenzulernen. Musikalisch wird der Abend von einer Gruppe Jagdhornbläser begleitet, die Signale aus der herzoglichen Zeit spielen.

Benötigte Requisiten

Für die Durchführung werden benötigt: Eine künstliche weiße Jagdtrophäe, ein Stück grüner Loden, ein gravierter Zinnflachmann, ein Paar Reitstiefel mit markanter Sohle, ein Patronen-Manschettenknopf, eine präparierte Taschenuhr, Proben von rotem Lehm, eine gefälschte Antiquitäten-Quittung, UV-Lampen zur Spurensicherung und die gedruckten Teilnahmezertifikate.

Mögliche nächste Überlegung wäre die detaillierte Ausarbeitung der Rätselhinweise für die einzelnen Schauplätze oder die Erstellung eines Zeitplans für die Durchführung des Events vor Ort.

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