Das Juwel am Obermain im Schatten des Staffelbergs

Ebensfeld, eine Marktgemeinde mit tiefen historischen Wurzeln im Landkreis Lichtenfels, bildet die faszinierende und geografisch bedeutsame Bühne für dieses kriminelle Ereignis. Geografisch liegt der Ort eingebettet in das weite, fruchtbare Tal des Main, dort wo der Fluss sich in sanften Windungen durch das Gottesgarten genannte Kernland Frankens zieht. Die Region am Obermain ist geprägt durch ein harmonisches Wechselspiel aus flachen Auenlandschaften und den dramatisch aufsteigenden Zeugenbergen der Fränkischen Alb.

Die absolute Besonderheit von Ebensfeld liegt in seiner strategischen Lage am Fuße des majestätischen Staffelbergs. Dieser markante Tafelberg, der als „Berg der Franken“ weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, wacht wie ein versteinerter Wächter über die Gemeinde. Historisch gesehen ist der Ort ein archäologischer Hotspot: Hier befand sich einst die keltische Stadt Menosgada, deren Überreste noch heute die Fantasie von Forschern und Schatzsuchern beflügeln. Das Ortsbild von Ebensfeld selbst besticht durch barocke Kirchenpracht, wie die Pfarrkirche Mariä Verkündigung, und traditionelle Brauereianwesen, die von einer jahrhundertealten Gastlichkeit zeugen. Die Nähe zum Veitsberg und zur Abtei Banz verleiht der Umgebung eine fast spirituelle Aura. Doch der Frieden in diesem Teil Oberfrankens wird jäh erschüttert. Während einer archäologischen Notgrabung im Vorfeld einer neuen Kiesgrube am Main wird ein renommierter Professor für Vor- und Frühgeschichte leblos in einer Ausgrabungsschicht gefunden. In seiner Hand klammert er eine antike Gewandfibel aus Bronze, und seine Kleidung weist Spuren von feinstem Flusssand sowie Rückstände von seltenem Malzstaub auf. Ein Fall beginnt, der die Ermittler von den nebligen Ufern des Main über die dunklen Keller der lokalen Brauereien bis auf das windgepeitschte Plateau des Staffelbergs führt.


Schauplätze: Orte der Tat und der Beweise

Die Ausgrabungsstätte am Mainufer (Der Tatort) Inmitten von tiefen Erdschnitten, Vermessungsgeräten und freigelegten Tonscherben beginnt die Spurensuche. Auf dem feuchten Boden der Grabung wird das erste Beweismittel sichergestellt: Ein zerrissenes Notizbuch, an dessen Seiten Rückstände von getrocknetem Schlamm und winzige Partikel von Kupferoxid haften. Besonders auffällig ist ein frischer Abdruck eines Gummistiefels in einer Lehmschicht, dessen Profil ein markantes Kreuzmuster aufweist, wie es bei spezialisierter Jagdbekleidung üblich ist. Auf einer Schaufel findet man zudem ein Fragment eines blauen Glasarmrings, an dem feine Spuren von Motorenöl haften.

Die Kapelle auf dem Veitsberg (Die Spur der Legende) In diesem barocken Kleinod, das hoch über dem Maintal thront und einen weiten Blick bis nach Bamberg ermöglicht, wird das zweite Indiz geborgen. Hinter einem Gebetsstuhl im hinteren Bereich der Kapelle liegt eine wasserdichte Patronenhülse. Darin befindet sich eine handgezeichnete Karte, die den Verlauf einer unterirdischen Wasserader zwischen Ebensfeld und dem Staffelberg zeigt. An der Hülse haften Reste von Bienenwachs und der Geruch von Weihrauch. Besonders rätselhaft: In die Karte wurde ein modernes Firmenlogo eines lokalen Kiesunternehmens eingestanzt.

Der Felsenkeller einer Traditionsbrauerei (Der Ort der Verbergung) In diesen tief in den Sandstein getriebenen Gewölben, wo die Luft kühl und nach Hefe riecht, wird das dritte Beweismittel gesichert. In einer Nische hinter einem Stapel leerer Holzfässer findet man eine hochwertige Drohne. Die Propeller sind beschädigt und weisen Rückstände von Kalkmergel und winzige Fasern eines Jutesacks auf. Auf dem internen Speicher der Drohne befinden sich Luftaufnahmen von nächtlichen Aktivitäten im Waldgebiet Eierberge. Zudem liegt bei der Drohne eine Flasche mit einem hochprozentigen Kräuterlikör, dessen Etikett mit einer handschriftlichen Warnung versehen wurde.

Das Hochplateau des Staffelbergs (Der Ort der Entscheidung) Auf der geschichtsträchtigen Hochfläche, dort wo einst die Kelten ihre Mauern errichteten, wird das vierte Indiz sichergestellt. Unter einem losen Stein nahe der Adelgundiskapelle findet man ein modernes Funkgerät, dessen Frequenz auf einen privaten Sicherheitsdienst im Landkreis Lichtenfels eingestellt ist. An dem Gerät kleben Rückstände von Buchenpollen und feine Metallspäne. Besonders verdächtig ist eine im Batteriefach versteckte SD-Karte, die ein Video des Professors zeigt, wie er kurz vor seinem Tod eine massive Goldmünze – einen keltischen Regenbogenschüsselchen – aus dem Boden zieht.


Verdächtige: Motive und Abgründe

Xaver „Der Kieskönig“ Grube (55) – Ein einflussreicher Bauunternehmer Er leitet das größte Kieswerk in der Region und ist bekannt für seine rücksichtslose Expansionspolitik im Maintal.

  • Motiv: Gier und Termindruck. Die archäologischen Funde des Professors drohten, die Arbeiten an seiner neuen lukrativen Kiesgrube für Jahre zu stoppen. Zudem hatte er es auf die vermuteten Goldschätze im Boden abgesehen. Der Stiefelabdruck und das Motorenöl am Glasarmring führen direkt zu seinem Fuhrpark.

  • Besonderheit: Er trägt stets ein auffälliges Poloshirt, spricht in einem sehr herrischen Tonfall und hat die Angewohnheit, ständig mit einem schweren Goldring an seinem Finger zu drehen.

Magdalena „Die Brauerin“ Malz (48) – Eine traditionsbewusste Geschäftsfrau Sie führt eine der traditionsreichen Brauereien in Ebensfeld und kämpft leidenschaftlich für den Erhalt der Heimatkultur in Franken.

  • Motiv: Schutz der Tradition. Sie glaubte, dass der Professor ein geheimes Dokument besaß, das beweist, dass das Braurecht ihrer Familie auf einer historischen Fälschung beruht. Sie wollte dieses Dokument sichern, um das Erbe ihrer Ahnen zu schützen. Der Malzstaub und der Fundort im Felsenkeller weisen auf sie hin.

  • Besonderheit: Sie trägt meist ein Dirndl, hat eine sehr kräftige Stimme und riecht ständig nach frischer Maische und Hopfen.

Korbinian „Der Jäger“ Forst (39) – Ein wortkarger Waldläufer Er ist der zuständige Jagdpächter für die Gebiete rund um den Staffelberg und kennt jeden Pfad in den Eierbergen.

  • Motiv: Bestechlichkeit. Er wurde von Xaver Grube bezahlt, um die Ausgrabungsstätte nachts zu überwachen und unliebsame Zeugen zu vertreiben. Er fühlte sich vom Professor in seiner Jagdruhe gestört. Das Funkgerät und die Patronenhülse mit der Karte belasten ihn schwer.

  • Besonderheit: Er trägt fast immer seine grüne Lodenjacke, hat einen sehr scharfen Blick und spricht nur das Nötigste im breiten oberfränkischen Dialekt.


Konflikt und Geheimnis: Das Erbe von Menosgada

Das tiefe Geheimnis von Ebensfeld führt zurück in das erste Jahrhundert vor Christus. Legenden besagen, dass der letzte Fürst von Menosgada vor der Eroberung durch die Germanen einen rituellen Schatz im Main versenkte, um die Götter zu besänftigen. Dieser Schatz bestand nicht nur aus Gold, sondern aus sakralen Objekten, die den Anspruch auf das Land für immer besiegeln sollten. Der Professor hatte durch Georadar-Messungen den exakten Standort dieses „Götterhortes“ lokalisiert, der sich ausgerechnet unter dem geplanten Erweiterungsgelände des Kieswerks befand.

Der Konflikt entzündete sich an der Entdeckung des ersten Regenbogenschüsselchens. Während der Unternehmer den Schatz als reinen Materialwert sah, um seine Firma zu retten, wollte die Brauerin die Funde für ein lokales Museum sichern, um den Tourismus in Ebensfeld anzukurbeln. Der Jäger geriet zwischen die Fronten, als er versuchte, beide Seiten gegeneinander auszuspielen. Das Opfer musste sterben, weil es sich weigerte, den Fundort geheim zu halten oder die Goldmünzen dem Unternehmer zu überlassen.


Aufklärung und Finale: Showdown auf dem Staffelberg

Das Finale findet bei einsetzender Dämmerung auf dem Gipfelplateau des Staffelbergs statt. Während der Wind durch die steinernen Mauerreste der Kelten pfeift und der Blick über das neblige Maintal bis zum Kloster Banz schweift, führen die Teilnehmer die Indizien zusammen. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch die Zuordnung des Kupferoxids: Es stammt von einer spezifischen, antiken Reinigungsflüssigkeit, die der Professor in seinem Notizbuch erwähnte und die nur im Labor der Universität verwendet wird – und an den Fingern von Xaver Grube nachgewiesen werden kann.

Überführt wird schließlich Xaver Grube in einer unfreiwilligen Komplizenschaft mit Korbinian Forst. Grube hatte den Professor an der Ausgrabungsstätte überrascht und ihn im Streit über die Goldmünzen in den tiefen Grabungsschacht gestoßen. Korbinian Forst hatte die Tat beobachtet und versucht, Grube mit der SD-Karte der Drohne zu erpressen. In einem dramatischen Moment versucht Grube, die letzten Beweise über die Felskante des Staffelbergs zu werfen, wird aber von den Teilnehmern, die das Funkgerätsignal abgefangen haben, gestellt. Die Goldmünze wird gesichert und offenbart ein eingraviertes Symbol, das den Weg zu einem noch größeren Depot im Bereich des Veitsbergs weist.


Auflösung und Teilnahmezertifikat

Der Fall um das Gold der Keltenfürsten ist gelöst, das historische Erbe von Ebensfeld ist gerettet und die Täter sind ihrer gerechten Strafe zugeführt worden. Die Teilnehmer haben bewiesen, dass sie selbst im Schatten der mächtigen Berge Frankens die Wahrheit ans Licht bringen können. Die Auszeichnung trägt den Namen: „Menosgada-Ehrenwächter – Meisterdetektiv vom Obermain“. Dieses Zertifikat wird feierlich im Rathaus von Ebensfeld verliehen.


Essen und Trinken: Kulinarik aus dem Gottesgarten

Ein Krimi-Event in Ebensfeld erfordert eine Stärkung, die so urwüchsig und reichhaltig ist wie die Region Franken:

  • Ebensfelder Keltentopf: Ein kräftiger Eintopf aus Rindfleisch, Wurzelgemüse und Linsen, gewürzt mit Kräutern vom Staffelberg, serviert mit einer Scheibe dunklem Bauernbrot.

  • Staffelberg-Forelle: Frisch gefangen aus den klaren Nebengewässern des Main, in Mandelbutter gebraten, serviert mit Petersilienkartoffeln und einem feinen Wurzelgemüse-Salat.

  • Fränkisches Schäufele: Die klassische Schweineschulter mit knuspriger Schwarte, in einer dunklen Biersoße aus lokaler Produktion, dazu zwei fränkische Klöße und Sauerkraut.

  • Veitsberg-Schmarrn: Ein luftiger Kaiserschmarrn mit karamellisierten Äpfeln aus den Streuobstwiesen der Region, dazu eine Kugel Vanilleeis.

  • Getränke: Unverzichtbar ist ein kühles „Ebensfelder Lager“ oder ein „Kellerbier“ aus einer der familiengeführten Brauereien des Marktes. Als alkoholfreie Alternative dient der naturtrübe Apfelsaft der Region Obermain. Zum Abschluss wird ein „Ebensfelder Tropfen“, ein hausgemachter Kräuterschnaps, gereicht.


Zusatz-Programmpunkte

  • Archäologische Abendwanderung: Eine geführte Tour zum Staffelberg mit Erzählungen über die Ausgrabungen und das Leben der Kelten.

  • Brauereiführung mit Verkostung: Ein Blick hinter die Kulissen der Braukunst in Ebensfeld inklusive einer Einführung in die Sensorik des Bieres.

  • Fossilien-Suche am Main: Ein kleiner Workshop für die Teilnehmer, um unter Anleitung nach versteckten Schätzen der Urzeit im Flusssand zu suchen.


Benötigte Requisiten

  • Eine antike Gewandfibel aus Bronze (Nachbildung).

  • Ein zerrissenes archäologisches Notizbuch mit Schlammspuren.

  • Eine hochwertige Drohne (Dummy) mit beschädigten Propellern.

  • Ein modernes Funkgerät mit einer versteckten SD-Karte.

  • Eine Patronenhülse mit einer handgezeichneten Karte im Inneren.

  • Proben von Malzstaub, Kalkmergel und Flusssand in Gläsern.

  • Ein keltisches „Regenbogenschüsselchen“ (Goldmünzen-Replikat).


Escape-Situation: Die Mission „Der Hort des Keltenfürsten“

Die Teilnehmer müssen eine Mission erfüllen, um das eigentliche Versteck des rituellen Schatzes zu finden, bevor das Kieswerk das Gelände unwiederbringlich zerstört.

  1. Das Rätsel der Marienkirche: An der Außenmauer der Kirche in Ebensfeld befinden sich historische Grabsteine. Die Teilnehmer müssen die Anzahl der Engelsfiguren zählen, um den ersten Teil des Codes für die SD-Karte zu erhalten.

  2. Die Veitsberg-Peilung: Von der Kapelle aus müssen die Teilnehmer mit Hilfe eines alten Messgeräts den höchsten Punkt der Abtei Banz anpeilen. Der Winkel der Peilung gibt die Seitenzahl im Notizbuch an, auf der die geheime Karte zu finden ist.

  3. Die Bierdeckel-Chiffre: In der Brauerei müssen die Teilnehmer verschiedene Bierdeckel-Motive in die richtige chronologische Reihenfolge der Brauereigeschichte bringen. Die Rückseiten der Deckel ergeben zusammen das Losungswort für das Funkgerät.

  4. Die Staffelberg-Mauer: Auf dem Hochplateau müssen die Teilnehmer einen bestimmten Abschnitt der keltischen Ringmauer finden. Durch das Zusammenfügen von drei Fragmenten des blauen Glasarmrings wird ein Mechanismus an einer Info-Tafel ausgelöst, der den Standort des letzten Beweismittels freigibt.

Nächste Überlegung zur Einbindung eines erfahrenen Geologen aus Ebensfeld, der den Teilnehmern während der Ermittlungen erklärt, wie man durch die Analyse der verschiedenen Sand- und Kiesschichten am Mainufer feststellen kann, ob ein Bodenbereich künstlich verändert wurde, um einen antiken Schatz vor Grabräubern zu verbergen.

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