Das Tor zum Steigerwald am Main

Ebelsbach, eine charmante Gemeinde im Landkreis Haßberge, dient als atmosphärische Bühne für dieses kriminelle Rätselspiel. Geografisch liegt der Ort an einer strategisch bedeutsamen Nahtstelle in Franken, dort wo das weite Tal des Main auf die bewaldeten Ausläufer der Haßberge im Norden und des Steigerwalds im Süden trifft. Die Region ist geprägt durch den Flussverlauf, der über Jahrhunderte als lebenswichtige Handelsader diente, und die sanften Hügelketten, die von Weinreben und dichten Mischwäldern gesäumt werden.

Die Besonderheit von Ebelsbach liegt in seiner engen Verbindung zur Sandsteingewinnung und der barocken Baukunst. Der Ortsteil Gleisenau beherbergt mit dem Schloss Gleisenau ein prachtvolles barockes Anwesen, dessen Architektur und weitläufiger Park von der einstigen Macht der lokalen Adelsgeschlechter zeugen. Die Geografie ist hier Schicksal: Der Ebelsbach, der dem Ort seinen Namen gibt, plätschert durch eine Landschaft, die reich an hochwertigem Sandstein ist – jenem Material, aus dem viele Prachtbauten in Bamberg und Würzburg errichtet wurden. Diese Tradition der Steinmetzkunst ist tief in der Identität der Gemeinde verwurzelt. Doch die Idylle wird gestört, als während der Restaurierungsarbeiten an einem historischen Brunnen ein bekannter Kunstauktionator leblos aufgefunden wird. In seiner Hand klammert er einen antiken Meißel, und seine Kleidung weist Spuren von feinstem Sandsteinmehl sowie Rückstände von seltenem grünem Algenbewuchs auf. Ein Fall beginnt, der die Ermittler von den herrschaftlichen Sälen des Schlosses über die verlassenen Steinbrüche bis hin zu den alten Mainufern führt.


Schauplätze: Orte der Tat und der Beweise

Das Schloss Gleisenau (Der Tatort) Inmitten der prachtvollen Stuckdecken und der knarrenden Parkettböden des Barockschlosses beginnt die Spurensuche. Im ehemaligen Schreibzimmer des Barons wird das erste Beweismittel sichergestellt: Ein zerknüllter Brief auf schwerem Büttenpapier, an dessen Rändern Rückstände von rotem Siegellack und winzige Partikel von Eichenholzstaub haften. Besonders auffällig ist ein frischer Kratzer an einem historischen Geheimfach, der darauf hindeutet, dass hier nach einem speziellen Dokument gesucht wurde. Auf dem Teppich finden sich zudem Abdrücke von eleganten Lederschuhen, deren Sohlen Spuren von hellem Kalkstaub und winzige Schieferfragmente aufweisen.

Der alte Steinbruch bei Steinbach (Die Spur des Handwerks) In dieser schroffen, in den Hang gehauenen Arena, wo die Natur sich langsam die Abbauflächen zurückholt, wird das zweite Indiz geborgen. In einer verlassenen Steinhauerhütte liegt eine lederne Werkzeugtasche. Darin befindet sich ein Satz moderner Präzisionsmeißel, deren Griffe mit Graphitstaub geschwärzt wurden. An der Tasche haften Reste von Harz und der Geruch von altem Schmieröl. Besonders rätselhaft: In das Leder der Tasche wurde ein Symbol eingeritzt, das exakt dem Wappen derer von Gleisenau entspricht. Zudem findet man dort ein paar weggeworfene Arbeitshandschuhe, an denen gelber Blütenstaub der Kiefer haftet.

Die historische Mainbrücke (Der Ort der Verbergung) An diesem zentralen Verbindungspunkt, wo der Blick über den glitzernden Main schweift, wird das dritte Beweismittel gesichert. Unter einem losen Pflasterstein am Brückengeländer findet man eine wasserdichte Metalldose. Darin befindet sich ein Satz alter Fotografien, die geheime Tunnelgänge unter Ebelsbach zeigen. An der Dose kleben Rückstände von Flussschlamm und winzige Muschelschalen. Zudem liegt in der Dose eine Quittung für eine Bootsmiete, auf der ein ungewöhnlich hoher Betrag für eine „Nachtfahrt“ vermerkt ist.

Der Schlossgarten (Der Ort der Planung) Inmitten der geometrisch angelegten Hecken und Statuen wird das vierte Indiz sichergestellt. Hinter der Statue der Flora findet man eine zerbrochene Taschenlampe. An dem Gehäuse haften Rückstände von Brennnesselhaaren und feine Fasern eines blauen Seidenschals. Besonders verdächtig ist eine im Batteriefach versteckte SD-Karte, die Tonaufnahmen von hitzigen Diskussionen über den Verkauf von Kulturgütern aus dem Landkreis Haßberge enthält.


Verdächtige: Motive und Abgründe

Freifrau Viktoria von Gleisenau (52) – Eine stolze Erbin Sie bewohnt einen Flügel des Schlosses und kämpft verbissen um den Erhalt des Familienbesitzes in Ebelsbach.

  • Motiv: Erhaltung des Status. Sie fürchtete, dass der Auktionator Beweise für die illegale Herkunft einiger Familienerbstücke gefunden hatte, was zur Pfändung des Schlosses geführt hätte. Der Seidenschal und die Rückstände vom Büttenpapier weisen auf sie hin.

  • Besonderheit: Sie trägt stets auffälligen Perlenschmuck, spricht in einem sehr herablassenden Tonfall und hat die Angewohnheit, beim Sprechen ständig ihre Handschuhe an- und auszuziehen.

Hermann „Der Steinhauer“ Meißel (45) – Ein traditionsbewusster Handwerker Er betreibt die letzte aktive Steinmetzwerkstatt in der Region und ist ein Meister seines Fachs.

  • Motiv: Rache. Er glaubte, der Auktionator wolle wertvolle Sandsteinreliefs aus der Kirche von Ebelsbach ins Ausland verkaufen. Er fühlte sich als Wächter des lokalen Erbes. Die Werkzeugtasche im Steinbruch und der Graphitstaub belasten ihn schwer.

  • Besonderheit: Er hat extrem schwielige Hände, wirkt oft sehr schweigsam und riecht ständig nach frischem Gesteinsstaub und Kernseife.

Dr. Markus „Der Investor“ Profit (38) – Ein ehrgeiziger Projektentwickler Er möchte das Schlossgelände in eine luxuriöse Wellness-Anlage verwandeln und sucht nach Kapitalgebern in Franken.

  • Motiv: Gier. Er benötigte die im Schloss vermuteten Schätze, um seine riskanten Investitionen im Maintal abzusichern. Der Auktionator stand ihm bei der Bewertung der Güter im Weg. Die Quittung für die Bootsmiete und die Kalkstaubspuren an den Schuhen führen zu ihm.

  • Besonderheit: Er nutzt ständig zwei Smartphones gleichzeitig, trägt sehr enge Anzüge und hat einen nervösen Tick, bei dem er ständig mit seinem Autoschlüssel spielt.


Konflikt und Geheimnis: Das Vermächtnis der Sandstein-Barone

Das tiefe Geheimnis von Ebelsbach führt zurück in die Zeit des Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Legenden besagen, dass ein Teil der Entwürfe für die Würzburger Residenz in einem hohlen Sandsteinblock innerhalb des Schlosses Gleisenau eingemauert wurde, um sie vor Spionen zu schützen. Diese Pläne gelten heute als unschätzbar wertvoll.

Der Konflikt entzündete sich an der Wiederentdeckung einer alten Steinmetz-Chiffre durch den Auktionator. Während die Freifrau die Pläne als ihren Privatbesitz ansah, wollte der Steinhauer sie als nationales Kulturgut der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Investor wiederum sah darin lediglich eine Ware, die auf dem internationalen Schwarzmarkt Millionen einbringen würde. Das Opfer wurde getötet, als es kurz davor stand, den exakten Sandsteinblock mittels Ultraschall zu lokalisieren.


Aufklärung und Finale: Showdown im Schlosshof

Das Finale findet bei einsetzender Dämmerung im prachtvollen Innenhof von Schloss Gleisenau statt. Während die Fackeln lange Schatten auf die Sandsteinfassaden werfen, führen die Teilnehmer die Indizien zusammen. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch die Analyse des grünen Algenbewuchses: Dieser stammt von einer spezifischen Sorte, die nur in den dunklen, feuchten Tunnelgängen unter der Mainbrücke wächst – Gänge, die nur mit dem Boot des Investors zu erreichen sind.

Überführt wird schließlich Dr. Markus Profit in Komplizenschaft mit Hermann Meißel, den er manipuliert hatte. Profit hatte den Auktionator im Schloss gestellt und ihn im Gerangel die Kellertreppe hinuntergestoßen. Meißel half ihm, die Leiche zum Brunnen zu transportieren, weil er glaubte, so den Verkauf der Reliefs zu stoppen. In einem dramatischen Moment versucht Profit, durch den Park zum Main zu fliehen, wird aber von den Teilnehmern, die das Signal der SD-Karte korrekt dechiffriert haben, am Ufer gestellt. Die Freifrau gesteht schließlich ihre moralische Mitwisserschaft, da sie die Wahrheit über die Raubkunst kannte. Die historischen Pläne werden schließlich in einer hohlen Statue im Schlossgarten gefunden und dem Archiv des Landkreises Haßberge gespendet.


Auflösung und Teilnahmezertifikat

Der Fall um das Erbe der Sandstein-Barone ist gelöst, die historischen Schätze von Ebelsbach sind gesichert und die Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt. Die Teilnehmer haben bewiesen, dass sie selbst durch die härtesten Steine der Geschichte blicken können. Die Auszeichnung trägt den Namen: „Ehren-Steinmetz von Gleisenau – Wächter der Ebelsbacher Chronik“. Dieses Zertifikat wird feierlich vor dem Schlossportal verliehen.


Essen und Trinken: Kulinarik aus dem Maintal

Ein Krimi-Event in Ebelsbach verlangt nach einer Verpflegung, die die bäuerliche Tradition und die Nähe zum Wasser widerspiegelt:

  • Ebelsbacher Sandstein-Platte: Eine herzhafte Auswahl an regionalem Schinken, rotem Presssack, würzigem Käse und frisch gebackenem Bauernbrot.

  • Main-Zander auf der Haut gebraten: Frisch gefangen, serviert mit einer feinen Rieslingsoße aus den Weinbergen der Haßberge, dazu Petersilienkartoffeln.

  • Fränkisches Hochzeitsessen: Rinderbraten in einer Meerrettichsoße (Kren), serviert mit Bandnudeln und Preiselbeeren.

  • Gleisenauer Schlosstorte: Eine feine Schichttorte mit Nüssen und Kirschen, verziert mit essbarem Blattgold.

  • Getränke: Unverzichtbar ist ein kühles „Ebelsbacher Landbier“ oder ein Glas Silvaner aus der Region Franken. Als Abschluss dient ein „Steinbruch-Geist“, ein lokaler Kräuterschnaps mit einer Note von wildem Thymian.


Zusatz-Programmpunkte

  • Historische Schlossführung: Ein Blick in die sonst verschlossenen Kellergewölbe von Gleisenau.

  • Steinmetz-Workshop: Eine Einführung in die Bearbeitung von Sandstein unter Anleitung eines Profis.

  • Geführte Naturwanderung: Ein Spaziergang entlang des Ebelsbachs bis zum Main mit Erläuterungen zur lokalen Flora und Fauna.


Benötigte Requisiten

  • Ein antiker Meißel als zentrales Beweisstück.

  • Ein Brief auf Büttenpapier mit rotem Siegellack.

  • Eine lederne Werkzeugtasche mit Graphitspuren.

  • Eine wasserdichte Metalldose mit Main-Fotografien.

  • Proben von Sandsteinmehl, Algen und Kiefernpollen in Gläsern.

  • Eine SD-Karte mit fiktiven Tonaufnahmen.

  • Eine zerbrochene Taschenlampe mit Seidenfasern.


Escape-Situation: Die Mission „Der Schatz des Baumeisters“

Die Teilnehmer müssen eine Mission erfüllen, um die verschollenen Pläne Balthasar Neumanns zu finden, bevor der Investor sie vernichtet.

  1. Das Rätsel der Statuen: Im Schlossgarten von Ebelsbach müssen die Teilnehmer die Anzahl der steinernen Früchte an den Sockeln der Statuen zählen. Diese Zahl bildet den ersten Teil des Codes für die Metalldose.

  2. Die Steinbruch-Chiffre: In der Steinhauerhütte sind verschiedene Steinmetzzeichen in die Wände geritzt. Die Teilnehmer müssen das Zeichen derer von Gleisenau finden und die Anzahl der Ecken zählen, um ein Schloss am Werkzeugkoffer zu öffnen.

  3. Die Brücken-Peilung: Von der Mainbrücke aus müssen die Teilnehmer mit Hilfe eines alten Kompasses zwei markante Kirchtürme der Umgebung anpeilen. Der Schnittpunkt der Linien auf einer Karte ergibt den Standort des letzten Hinweises im Schlossgarten.

  4. Die Ultraschall-Simulation: Im Schlosshof müssen die Teilnehmer verschiedene Sandsteinblöcke abklopfen. Der Block, der einen hohlen Klang erzeugt, enthält den Hebel, der das Geheimfach zur Statue der Flora freigibt.

Nächste Überlegung zur Einbindung eines lokalen Winzers, der während des Krimi-Events erklärt, wie man durch die Mineralität des Bodens in den Weinbergen von Ebelsbach feststellen kann, ob ein dort gefundener Steinmetz-Meißel tatsächlich aus dem hiesigen Sandstein gefertigt wurde.

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