Der Ort Veitshöchheim liegt unmittelbar am rechten Ufer des Main im Landkreis Würzburg und gilt als eine der glanzvollsten Perlen in Unterfranken. Geografisch wird die Gemeinde durch die sanften Schwünge des Flusstals und die angrenzenden, sonnenverwöhnten Hänge des Fränkischen Weinlandes geprägt. Eine absolute Besonderheit von Veitshöchheim ist der Rokokogarten, der als einer der schönsten Parkanlagen Europas gilt und das prachtvolle Schloss Veitshöchheim, die einstige Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe, umschließt. Die Geografie ist geprägt von einer harmonischen Verbindung aus barocker Gartenkunst und der natürlichen Flusslandschaft, wobei der Main als Lebensader fungiert, an der sich die historische Altstadt mit ihren schmalen Gassen und stattlichen Fachwerkhäusern entlangzieht.
Veitshöchheim ist zudem weit über die Grenzen Frankens hinaus als Schauplatz der Fernsehsendung „Fastnacht in Franken“ bekannt, was dem Ort eine besondere kulturelle Bedeutung und eine Verbindung zur Tradition der Narrenzunft verleiht. Die Architektur im Ortskern zeugt von bürgerlichem Wohlstand und einer tiefen religiösen Verwurzelung, während die umliegenden Weinlagen wie der Veitshöchheimer Sonnenschein die wirtschaftliche Basis der Region bilden. In einer Gegend, die von der Leichtigkeit des Rokoko und der Lebensfreude des Weines geprägt ist, scheint das Verbrechen fern. Doch hinter den kunstvoll gestutzten Hecken des Hofgartens und den steinernen Fratzen der zahlreichen Statuen verbergen sich Geschichten von Intrigen, Neid und alten Rechnungen, die bis in die Zeit der geistlichen Herrscher zurückreichen. Wenn die Abendsonne die Sandsteinfiguren in ein goldenes Licht taucht und der Duft der Rosen den Park erfüllt, wird deutlich, dass in Veitshöchheim Ästhetik und Abgrund oft nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen. Ein falsches Wort in der falschen Loge oder die Entdeckung eines vergessenen Dokuments in der alten Hofgartenverwaltung kann ausreichen, um das fragile Gleichgewicht des Luftkurortes zu erschüttern.
Schauplätze
Der erste Schauplatz ist die Parnass-Fontäne im Zentrum des Rokokogartens. In einem der versteckten Abflussrohre des monumentalen Brunnens wird ein beschädigter Fächer aus Elfenbein gefunden. Das feine Gewebe ist mit tiefblauen Farbspritzern befleckt, die jedoch bei näherer Betrachtung einen metallischen Glanz aufweisen. Direkt neben der Fontäne, zwischen zwei Sandsteinfiguren, wird eine verlorene Handschleife sichergestellt, in deren Seide ein winziger goldener Schlüssel eingenäht ist. Der Boden zeigt Abdrücke von schmalen Halbschuhen, die ein sehr filigranes Profil besitzen, in dem noch Reste von weißem Kies aus den Gartenwegen kleben. Zudem wird ein zerknitterter Zettel entdeckt, der die Aufschrift „Der Pegasushügel schweigt nicht mehr“ trägt.
Ein weiterer entscheidender Ort ist die Mainlände nahe der Anlegestelle der Personenschifffahrt. Unter einer losen Holzdiele des Steigers wird eine wasserfeste Ledertasche geborgen. Sie enthält eine Sammlung von Original-Bauplänen der Schlossanlage aus dem 18. Jahrhundert, die mit modernen Textmarkern in verschiedenen Farben bearbeitet wurden. An der Tasche haften Reste von Flussschlamm und winzige Partikel von Traubenkernen, die bereits Anzeichen von Fermentation zeigen. In einem Seitenfach der Tasche wird zudem ein modernes Diktiergerät gefunden, auf dem kurze, abgehackte Sätze über eine „unterirdische Kammer“ aufgezeichnet sind. Ein hier liegender Arbeitshandschuh weist an den Handflächen grüne Verfärbungen durch Buchsbaumsaft auf.
Der dritte Schauplatz ist die St. Vitus Kirche in der Altstadt. Hinter einem der hölzernen Beichtstühle wird eine verschlossene Schatulle aus poliertem Birnbaumholz entdeckt. Sie ist mit einem Wachssiegel versehen, das eine Weintraube zeigt. In der Nähe der Schatulle liegen Scherben eines Kristallglases, an denen Rückstände eines sehr hellen, süßlichen Bacchus-Weines haften. Im Staub des Bodens finden sich Abdrücke von festen Lederschuhen, die eine auffällige Abnutzung am rechten Ballen zeigen. Zudem wird ein silberner Ansteckpin in Form eines Narrenzepters sichergestellt, der zwischen zwei Kirchenbänken eingeklemmt war.
Der vierte Schauplatz ist der Küchengarten des Schlosses. In einem hohlen Terrakotta-Topf wird eine metallene Dokumentenrolle gefunden. Sie enthält einen Originalbrief eines fürstbischöflichen Gärtners, der jedoch mit moderner Tinte am Rand korrigiert wurde. An der Rolle haften Reste von Lavendelblüten und Spuren von Rotsandstein, wie er in den Weinbergen um Veitshöchheim vorkommt. Ein in der Nähe gefundener Spaten weist eine Gravur auf, die auf eine bekannte Gartenbauschule in Geisenheim hindeutet. Zudem finden sich dort Reste von Magnesiumfackeln, wie sie bei nächtlichen Begehungen zur Vermessung verwendet werden.
Verdächtige
Gottfried Garten ist der leitende Gärtner des Rokokogartens und ein anerkannter Experte für barocke Gartenkunst. Sein Motiv ist der Schutz des Parks vor einer geplanten, modernen Umgestaltung, die den historischen Charakter zerstören würde. Er glaubt, dass unter dem Garten ein wertvolles Bewässerungssystem aus der Barockzeit verborgen liegt, dessen Dokumentation er für sich beansprucht. Seine Besonderheit ist sein extremes Wissen über seltene Pflanzen und seine Buchsbaum-Allergie, was ihn mit den Spuren am Handschuh verbindet. Er trägt die typischen Arbeitsschuhe mit Ballenabnutzung.
Beate Bacchus ist eine einflussreiche Winzerin aus Veitshöchheim. Ihr Motiv ist die Erweiterung ihrer Anbauflächen. Sie hat erfahren, dass ein Teil des Schlossgartens früher als Weinberg genutzt wurde und wollte diese Flächen durch historische Dokumente zurückfordern. Ihre Besonderheit ist ihre Vorliebe für elegante Kleidung und teure Accessoires, wie den Elfenbeinfächer. Sie wurde oft bei nächtlichen Begehungen mit Fackeln gesehen, um die Bodenqualität zu prüfen, was sie mit den Funden im Küchengarten verknüpft.
Konrad Karneval ist ein prominentes Mitglied der lokalen Fastnachtszunft und Archivar des Vereins. Sein Motiv ist die Finanzierung eines neuen Fastnachtsmuseums. Er stieß auf Hinweise über einen versteckten Schatz der Fürstbischöfe, der während der Säkularisation im Garten vergraben worden sein soll. Seine Besonderheit ist sein Hang zur Theatralik und sein Stolz auf die Vereinstradition, was den Narrenzepter-Ansteckpin und das Diktiergerät erklärt. Er verliert oft seine Brille oder andere persönliche Gegenstände bei seinen heimlichen Erkundungen.
Konflikt und Geheimnis
Der tiefe Konflikt dreht sich um das „Veitshöchheimer Testament“. Es existiert eine alte Aufzeichnung, die besagt, dass die Statuen im Rokokogarten nach einem bestimmten astronomischen Muster angeordnet sind, das den Zugang zu einer versiegelten Kammer unter der Parnass-Fontäne preisgibt. Das Geheimnis ist, dass in dieser Kammer nicht nur Gold, sondern auch die originalen Rezepturen für einen „Wein der Unsterblichkeit“ liegen sollen, den die Bischöfe für ihre Gäste brauten. Das Opfer, ein junger Denkmalpfleger, hatte die Verbindung zwischen dem Fächer und den Bauplänen an der Mainlände entdeckt. Er wurde getötet, weil er kurz davor stand, die Machenschaften von Beate Bacchus und Konrad Karneval aufzudecken, die das unterirdische System für ihre Zwecke – die Gewinnung von exklusivem Weinbauwissen und den Verkauf von Artefakten – nutzen wollten.
Aufklärung und Finale
Das Finale findet während der „Nacht der Lichter“ im Rokokogarten statt, wenn die Fontänen illuminiert sind. Die Ermittler präsentieren die gesammelten Beweise vor den Honoratioren des Ortes. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch den goldenen Schlüssel aus der Handschleife. Dieser passt exakt in die Verriegelung der Schatulle aus der St. Vitus Kirche. In der Schatulle finden sich Korrespondenzen zwischen Konrad Karneval und Beate Bacchus über den Verkauf der Grabungsrechte. Als Beate Bacchus versucht zu fliehen, präsentieren die Ermittler den Elfenbeinfächer. Die blauen Farbspritzer stammen von einer speziellen Markierungsflüssigkeit, die das Opfer an den Schlossplänen verwendet hatte. Doch der wahre Mörder wird durch das Diktiergerät überführt. Die letzte Aufnahme zeigt einen Streit, in dem die Stimme von Gottfried Garten eindeutig zu identifizieren ist. Es stellt sich heraus, dass Gottfried Garten das Opfer an der Parnass-Fontäne stellte und es im Kampf in das tiefe Becken stieß, um sein „Heiligtum“, den Garten, vor jeder Entdeckung zu schützen, während die anderen beiden lediglich von den Funden profitieren wollten.
Auflösung und Teilnahmezertifikat
Der geheime Zugang unter der Fontäne wird wissenschaftlich dokumentiert und der Rokokogarten bleibt in seiner historischen Form erhalten. Die Teilnehmer werden für ihren scharfen Verstand und ihre Diskretion geehrt. Sie erhalten die Auszeichnung „Hüter des barocken Erbes“. Dieses Zertifikat bestätigt ihren Status als offizielle Ehren-Kommissare für Veitshöchheim und Experten für gartenkünstlerische Kriminalistik.
Essen und Trinken
Das Menü feiert die kulinarische Tradition des Maintals. Als Vorspeise wird eine „Mainfränkische Hochzeitssuppe“ mit feinen Markklößchen serviert. Der Hauptgang besteht aus einem klassischen „Fränkischen Hochzeitsessen“ (gekochtes Rindfleisch mit Meerrettichsoße, Preiselbeeren und Nudeln) oder einem zarten „Zanderfilet vom Main“ auf Rieslingkraut. Für Vegetarier werden „Gebackene Gemüseküchle“ mit einem Kräuterdip aus dem Schlossgarten angeboten. Zum Trinken wird ein Glas Veitshöchheimer Sonnenschein (Silvaner) oder ein spritziger Franken-Secco gereicht. Zum Nachtisch gibt es „Gebackene Apfelringe“ mit Vanillesoße und einen Digestif aus der Fränkischen Edelbrennerei.
Zusatz-Programmpunkte
Das Rahmenprogramm beinhaltet eine exklusive Abendführung durch den Rokokogarten, bei der die Symbolik der Sandsteinfiguren erläutert wird. Zudem wird eine Besichtigung der Kuratiekirche St. Vitus mit ihren barocken Altären angeboten. Für Kulturinteressierte gibt es einen Vortrag über die Geschichte der Fastnacht in Franken im Haus der Begegnung. Eine kleine Weinprobe am Mainufer zeigt zudem die Vielfalt der lokalen Rebsorten und die Bedeutung des Weinbaus für die Region.
Benötigte Requisiten
Benötigt werden ein (Replik-)Elfenbeinfächer mit blauen Farbspritzern, eine Handschleife mit eingnähtem goldenen Schlüssel, eine wasserfeste Ledertasche, Schloss-Baupläne (bearbeitet), ein Diktiergerät, ein Arbeitshandschuh mit Grünverfärbung, eine Birnbaum-Schatulle mit Wachssiegel, Kristallscherben, ein silberner Narrenzepter-Pin, eine metallene Dokumentenrolle, ein Original-Gärtnerbrief, ein Spatenelement mit Gravur sowie die gedruckten Urkunden für die Siegerehrung.
Festlegung der genauen Standorte für die Indizienübergabe innerhalb der Heckenlabyrinthe des Hofgartens als nächste notwendige Überlegung.
