Das Tor zur Fränkischen Schweiz

Die Stadt Scheßlitz, malerisch am Fuße der Fränkischen Alb im oberfränkischen Landkreis Bamberg gelegen, gilt als einer der geschichtsträchtigsten Orte der Region Franken. Geografisch markiert der Ort den Übergang vom fruchtbaren Bamberger Becken hin zu den schroffen Kalksteinfelsen der Fränkischen Schweiz. Über der Stadt thronen zwei monumentale Wahrzeichen, die das Panorama dominieren: die mächtige Ruine der Giechburg und die barocke Wallfahrtskirche Gügel. Diese markanten Erhebungen bilden eine natürliche Festung und bieten einen weitreichenden Blick über das Tal der Regnitz bis hin zum Steigerwald.

Scheßlitz selbst beeindruckt durch seinen historischen Stadtkern, in dem prächtige Fachwerkbauten und stattliche Bürgerhäuser von einer wohlhabenden Vergangenheit als Handelsplatz zeugen. Besonders hervorzuheben ist das Elisabethenhospital, eine Stiftung von großer regionaler Bedeutung, sowie die barocke Stadtpfarrkirche St. Kilian. Der Ort ist durchzogen von den Wasserläufen der Scheßlitzer Ellern und bietet durch seine Nähe zur A 70 eine perfekte Erreichbarkeit, ohne seinen ländlichen Charme einzubüßen. In den umliegenden Wäldern und auf den Jurahöhen finden sich zahlreiche Höhlen und Felsformationen, die seit jeher Stoff für Sagen und Legenden bieten. In dieser Kulisse aus steinalter Geschichte und tief verwurzeltem Brauchtum entfaltet sich ein Kriminalfall, der die Mauern der alten Burg zum Beben bringt.


Schauplätze: Orte des Verbrechens und der Beweisaufnahme

Der Innenhof der Giechburg Hoch über Scheßlitz, hinter den dicken Mauern der Giechburg, beginnt das Drama. In einer der tiefen Zisternen im Innenhof wird die Leiche eines bekannten Heimatforschers entdeckt. Das Opfer war Experte für die mittelalterlichen Adelsgeschlechter Oberfrankens. Als Beweismittel wird ein schwerer, handgeschmiedeter Eisenring sichergestellt, der an der Kleidung des Toten hängen geblieben ist. Dieser Ring passt zu keinem bekannten Schloss der Burg, weist aber Gravuren auf, die auf eine versteckte Kammer hindeuten. Der raue Kalkstein der Burgmauern bewahrt hier zudem frische Kratzspuren, die auf einen heftigen Kampf hindeuten.

Die Wallfahrtskirche Gügel Nur einen Steinwurf von der Burg entfernt steht die Kirche Gügel, die spektakulär auf einem Felssporn errichtet wurde. Im düsteren Bereich unter dem Freialtar entdecken die Ermittler ein vergessenes Notizbuch. Die Seiten sind feucht vom Nebel, der oft um den Felsen zieht, doch eine Skizze ist deutlich erkennbar: Sie zeigt den Grundriss der Giechburg mit einem markierten Punkt außerhalb der bekannten Pläne. Ein entscheidendes Beweismittel ist hier ein kleiner Beutel mit Weihrauch, der jedoch mit einer chemischen Substanz versetzt wurde, die im modernen Bergbau zur Gesteinsanalyse verwendet wird.

Das Elisabethenhospital in der Stadt Im historischen Hospitalgebäude im Herzen von Scheßlitz finden sich Hinweise auf das Motiv. In der Bibliothek des Hauses wurde ein wertvoller Kupferstich entwendet, der die Stadtansicht im 17. Jahrhundert zeigt. An der leeren Stelle im Rahmen findet die Spurensicherung eine feine, graue Staubschicht. Eine Analyse im Labor ergibt, dass es sich um Dolomit-Staub handelt, wie er nur in den Steinbrüchen der Fränkischen Alb vorkommt. Dieser Fund verbindet das städtische Hospital direkt mit den Höhenzügen rund um die Burg.

Die Felsenkeller am Stammberg In den tiefen Kellern, die in den Berg getrieben wurden und früher zur Kühlung von Bier dienten, befindet sich das Versteck des Täters. Zwischen alten Holzfässern lagern moderne Grabungsgeräte und ein hochempfindlicher Metalldetektor. Ein blutverschmiertes Taschentuch mit den Initialen einer alteingesessenen Scheßlitzer Familie liegt hinter einem Stapel Brennholz. Die Kälte und Feuchtigkeit dieser Keller konservieren nicht nur das Bier, sondern auch die Spuren einer Tat, die hier ihren Anfang nahm.


Verdächtige: Motive und Abgründe

Georg „Schorsch“ Wagner (58) Ein leidenschaftlicher Sammler von Antiquitäten und Inhaber eines Trödelladens in Bamberg. Er ist in Scheßlitz aufgewachsen und kennt jede Sage der Giechburg. Sein Motiv ist die Gier nach einem legendären Schatz der Andechs-Meranier, den er im Fundament der Burg vermutet. Besonderheit: Er trägt stets eine alte Lederweste und ist bekannt für sein Wissen über die unterirdischen Gänge der Fränkischen Alb. Er wirkt leutselig, kann aber bei Fragen zu seinen Funden jähzornig reagieren.

Dr. Beatrix von Giech (46) Eine entfernte Verwandte des ausgestorbenen Adelsgeschlechts, die als Historikerin in Erlangen arbeitet. Ihr Motiv ist der Erhalt des Familienruhms. Sie wollte verhindern, dass das Opfer Dokumente veröffentlicht, die belegen, dass ihre Vorfahren im Dreißigjährigen Krieg als Kollaborateure agierten. Besonderheit: Sie tritt sehr herrisch auf und nutzt oft lateinische Zitate. An ihrem Schlüsselbund trägt sie eine auffällige Nachbildung eines mittelalterlichen Siegels.

Thomas „Tom“ Müller (31) Ein Bauarbeiter, der bei der Renovierung historischer Mauern in ganz Oberfranken tätig ist. Er hat hohe Spielschulden bei zwielichtigen Gestalten in Lichtenfels. Sein Motiv ist Erpressung. Er hatte Wagner beim illegalen Graben beobachtet und wollte Schweigegeld. Besonderheit: Er ist körperlich sehr kräftig, trägt auffällige Tätowierungen von regionalen Wappen auf den Unterarmen und hat ständig Dolomit-Staub an seiner Arbeitskleidung.


Konflikt und Geheimnis: Das Erbe der Meranier

Der Fall dreht sich um eine unentdeckte Grabkammer unter der Giechburg. Der Heimatforscher hatte in alten Archiven des Elisabethenhospitals einen Hinweis gefunden, dass dort nicht nur Gold, sondern auch brisante Dokumente über die Besitzverhältnisse im Bamberger Land lagern. Der Konflikt zwischen der wissenschaftlichen Wahrheit, dem Schutz der Familienehre und der nackten Gier nach Reichtum eskaliert. Das Geheimnis von Scheßlitz ist, dass ein Teil der Stadtverwaltung seit Jahrzehnten von diesen Funden wusste, sie aber unter Verschluss hielt, um Bauprojekte am Fuße der Alb nicht zu gefährden. Das Opfer war kurz davor, dieses Netzwerk aus Schweigen und Korruption zu sprengen.


Aufklärung und Finale: Die Überführung des Täters

Die Auflösung findet während einer nächtlichen Begehung der Giechburg statt. Die Teilnehmer müssen die Gravuren des Eisenrings entschlüsseln, um den Zugang zu einer verborgenen Kammer hinter dem Rittersaal zu finden. Dort wird der Täter gestellt, als er versucht, die letzten Beweise zu vernichten.

Durch den Abgleich des Dolomit-Staubs von der Kleidung mit den Proben aus dem Elisabethenhospital und der Wallfahrtskirche wird Thomas Müller in die Enge getrieben. Doch die wahre Drahtzieherin ist Dr. Beatrix von Giech. Sie hatte Müller angestiftet, den Historiker „ruhigzustellen“, wobei dieser im Handgemenge in die Zisterne stürzte. Die chemische Analyse des manipulierten Weihrauchs vom Gügel liefert den letzten Beweis: Die Substanz stammte aus dem Labor der Universität, zu dem nur die Historikerin Zugang hatte. Sie wollte das Opfer betäuben, bevor Müller ihn endgültig beseitigte. Vor der Kulisse der nächtlich beleuchteten Giechburg legen beide ein Geständnis ab, während die Glocken von St. Kilian in der Ferne Mitternacht schlagen.


Auflösung und Teilnahmezertifikat

Der Fall ist gelöst, und die Geheimnisse der Giechburg sind nun in sicheren, staatlichen Händen. Die Teilnehmer haben bewiesen, dass sie die Spuren in der rauen Natur der Fränkischen Alb richtig deuten können. Name der Auszeichnung: Der Wächter von Giech – Ehren-Detektiv der Scheßlitzer Alb. Dieses Zertifikat wird mit einer Prägung der Burgruine versehen und bescheinigt den Teilnehmern außerordentlichen Mut und analytischen Verstand.


Essen und Trinken: Kulinarik aus der Scheßlitzer Region

Ein solches Event wird durch die deftige oberfränkische Küche abgerundet. Als Hauptgang wird Fränkischer Sauerbraten serviert, der mehrere Tage in einer Beize aus Essig, Wein und Gewürzen eingelegt wurde. Die Sauce wird traditionell mit Soßenkuchen gebunden, was ihr eine leicht süßliche, würzige Note verleiht. Dazu gibt es die berühmten Bamberger Hörnla (eine Kartoffelsorte) als Salat oder klassische rohe Klöße.

Als Alternative steht Schäuferla auf der Karte – die flache Schweineschulter mit einer krachend krossen Schwarte, serviert mit einer dunklen Biersauce aus einer der zahlreichen Brauereien im Scheßlitzer Umland. Zur Brotzeit gibt es Geräucherte Bratwürste und Ziebeleskäs (frischer Quark mit Zwiebeln und Kräutern) auf kräftigem Holzofenbrot. Getrunken wird dazu ein dunkles Landbier oder ein spritziger Apfelmost von den Streuobstwiesen der Fränkischen Schweiz. Als Dessert werden Knieküchle gereicht, ein in Schmalz ausgebackenes Hefegebäck, das in der Mitte hauchdünn und am Rand dick und fluffig ist.


Zusatz-Programmpunkte: Ideen für das Rahmenprogramm

  • Sagenwanderung zum Gügel: Eine geführte Tour bei Dämmerung, die die mystischen Geschichten rund um die Wallfahrtskirche und die dortigen Felsformationen beleuchtet.

  • Bierbrau-Kurs im Felsenkeller: Eine Einführung in die traditionelle Braukunst der Region Oberfranken, inklusive einer Verkostung direkt vom Fass.

  • Mittelalterliches Bogenschießen: Im Graben der Giechburg können die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit mit Langbögen testen, wie sie einst die Burgwachen trugen.

  • Kräuterführung am Albtrauf: Ein Rundgang, bei dem die heimischen Pflanzen erklärt werden, die sowohl als Heilmittel als auch als (fiktive) Tatwerkzeuge im Krimi dienen.


Benötigte Requisiten

  • Ein großer, schwerer Eisenring mit eingravierten Runen oder Symbolen.

  • Ein verwittertes Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen der Burg.

  • Ein kleiner Beutel mit Weihrauchkörnern und weißem Pulver (Stärkemehl als Ersatz).

  • Ein alter Kupferstich von Scheßlitz in einem prunkvollen Rahmen.

  • Mehrere Reagenzgläser mit verschiedenen Gesteinsstaub-Proben.

  • Absperrband und Nummernkarten für die Tatortmarkierung.

  • Ein Metalldetektor (auch ein defektes Modell als Requisite).

  • Kopien der „Meranier-Dokumente“ auf Pergamentpapier.

Auswahl eines geeigneten Termins während der Vollmondphase zur Steigerung der Atmosphäre als nächste Überlegung.

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