Die Gemeinde Gössenheim, idyllisch im Werntal gelegen und Teil des Landkreises Main-Spessart in Unterfranken, zeichnet sich durch eine dramatische Topografie und eine jahrtausendealte Siedlungsgeschichte aus. Das markanteste Wahrzeichen der Region Franken in diesem Bereich ist die majestätische Ruine Homburg, eine der größten Burgruinen Deutschlands, die hoch über dem Ort auf einem steilen Kalkfelsen thront. Die Geografie des Ortes wird durch den Fluss Wern und die umliegenden Weinberge der Lage Gössenheimer Homburg geprägt, deren karge Muschelkalkböden die Grundlage für charakterstarke Weine bilden. Die Besonderheit von Gössenheim liegt in der Symbiose aus mittelalterlicher Wehrarchitektur und dem Weinbau, der bis in die steilen Hänge unterhalb der Burgmauern reicht. Das Krimi-Event nutzt diese vertikale Struktur für eine Erzählphase, die den Raub des „Homburger Wein-Amuletts“ thematisiert – ein Artefakt, das angeblich den Segen für die Weinlese seit dem 12. Jahrhundert sichert. Der touristische Nutzen ergibt sich aus der Erschließung der weitläufigen Burganlage und der Vermittlung der engen Verbindung zwischen dem Schutz der Burg und dem Gedeihen der Reben im Main-Spessart-Kreis.
Die Schauplätze der Ermittlung erstrecken sich vom historischen Ortskern bis hinauf zu den schroffen Felsen. Der erste Schauplatz ist die Zehntscheune im Ort, ein monumentaler Bau, der einst zur Lagerung der Naturalabgaben diente. Hier wird ein handgewebter Leinensack sichergestellt, der Rückstände von seltenem weißem Kalkstaub aufweist, wie er nur in den tiefsten Fundamenten der Oberburg vorkommt. Der zweite Ort ist die Pfarrkirche St. Radegundis, deren barocke Ausstattung wertvolle Hinweise birgt. Hinter dem Altarblatt wird ein verborgener Beichtzettel gefunden, auf dem in lateinischen Versen der Standort eines geheimen Weinkellers beschrieben ist. Der dritte Schauplatz führt hinauf zur Ruine Homburg, genauer gesagt zum massiven Bergfried. Im Bereich der ehemaligen Vorburg entdecken die Teilnehmenden eine zerbrochene Rebschere, deren Klinge mit einem Wappen graviert ist, das seit den Bauernkriegen als erloschen gilt. Ein vierter markanter Ort ist der Weinlehrpfad, der sich am Fuße der Burgruine entlangzieht. Dort wird unter einem markanten Findling eine metallene Sonnenuhr-Platte ausgegraben, die jedoch keine Ziffern, sondern kryptische Symbole für verschiedene Gesteinsschichten des Werntals zeigt.
Unter den Verdächtigen finden sich Personen, deren Identität fest mit der Scholle von Gössenheim verwoben ist. Erich Winzerstolz ist ein passionierter Nebenerwerbswinzer, der die steilsten Terrassenlagen der Homburg bewirtschaftet. Sein Motiv ist verletzter Stolz; er fühlt sich durch die industrielle Weinproduktion bedroht und glaubt, dass das Amulett ihm die Kraft verleiht, den „Ur-Wein“ der Vorfahren wiederzubeleben. Seine Besonderheit ist eine umfassende Kenntnis der unterirdischen Zisternensysteme der Burg. Die zweite Verdächtige ist Dr. Ursula Grabung, eine Archäologin aus Würzburg, die seit Jahren die Genehmigung für eine Grabung im Palas der Burg sucht. Ihr Motiv ist wissenschaftliche Besessenheit; sie möchte beweisen, dass die Homburg weit älter ist als bisher angenommen, und benötigt das Amulett als Beweisstück für ihre Theorie. Ihre Besonderheit ist ihre Fähigkeit, kleinste Gesteinsunterschiede im Muschelkalk mit bloßem Auge zu erkennen. Der dritte Verdächtige ist Leo Turmwächter, der ehrenamtliche Betreuer der Burgruine. Sein Motiv ist finanzielle Gier; er wurde von einem anonymen Kunstsammler kontaktiert, der für das Amulett eine Summe bot, die Leos Altersruhesitz im Spessart finanzieren würde. Seine Besonderheit ist der Besitz aller historischen Schlüssel der Anlage, auch jener, die offiziell als verloren gelten.
Der Konflikt und das Geheimnis drehen sich um das „Blut der Erde“. Es wird gemunkelt, dass das Amulett nicht nur ein Schmuckstück ist, sondern der Verschlussstein für eine versteckte Quelle innerhalb der Burgruine, die in Zeiten extremer Trockenheit die Weinberge von Gössenheim bewässern kann. Das Geheimnis ist jedoch, dass diese Quelle nur durch ein komplexes hydraulisches System aktiviert wird, das mit der astronomischen Ausrichtung der Homburg gekoppelt ist. Der Konflikt eskaliert, als ein besonders heißer Sommer die Ernte im Werntal bedroht und die Angst vor dem Totalausfall die Bewohner zur Verzweiflung treibt, während das Amulett plötzlich aus der Vitrine im Rathaus verschwindet.
Die Aufklärung und das Finale finden bei Sonnenuntergang in der Oberburg der Homburg statt. Die Überführung des Täters erfolgt durch eine präzise Rätsellogik, welche die Sonnenuhr-Platte vom Lehrpfad mit dem Schattenwurf des Bergfrieds kombiniert. Die Teilnehmenden müssen nachweisen, dass die Kalkspuren am Leinensack nur aus einem spezifischen Mauerdurchbruch stammen können, den Leo Turmwächter kurz vor dem Diebstahl unter dem Vorwand einer Sicherungsmaßnahme vorgenommen hat. Die entscheidende Wendung tritt ein, als die Gruppe die Rebschere als Hebelwerkzeug identifiziert, das perfekt in die Aussparung des Sonnenuhr-Mechanismus passt. Leo wird gestellt, als er versucht, das Amulett in die hydraulische Vorrichtung einzusetzen, um die Quelle exklusiv für seine eigenen Zwecke zu nutzen. Die Auflösung zeigt, dass das Amulett der Gemeinschaft gehört und die Quelle nun zur Rettung aller Weinberge am Homburger Hang freigegeben wird.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Kriminalfalls erfolgt die Auflösung und Teilnahmezertifikat. Die Teilnehmenden erhalten die Auszeichnung „Homburger Burgvogt ehrenhalber“. Diese Urkunde bestätigt, dass die Gruppe durch Mut, Kombinationsgabe und Heimatverbundenheit das historische und ökologische Gleichgewicht von Gössenheim bewahrt hat.
Das Thema Essen und Trinken wird in Gössenheim durch die Erzeugnisse der direkten Umgebung geprägt. Eine lokale Spezialität ist der „Homburger Winzerbraten“, ein in Silvaner marinierter Schweinerücken, der mit einer Sauce aus wilden Kräutern der Burgruine serviert wird. Dazu werden „Werntaler Klöße“ und ein frischer Salat mit Kürbiskernöl gereicht. Ebenfalls beliebt ist die „Hauenstein-Platte“, eine herzhafte Auswahl an regionalen Wurstsorten wie roter und weißer Preßsack, hausmacher Leberwurst und geräuchertem Schinken, serviert auf einem rustikalen Holzbrett mit kräftigem Bauernbrot. Als Getränk steht der Wein der Lage Gössenheimer Homburg im Mittelpunkt, wobei insbesondere der mineralische Silvaner oder ein gehaltvoller Müller-Thurgau die Besonderheiten des Muschelkalks widerspiegeln. Für Liebhaber von Süßspeisen gibt es den „Homburger Kirschplotzer“, einen Kuchen aus den Früchten der umliegenden Streuobstwiesen, der traditionell mit Sahne serviert wird. Ein Glas regionaler Apfelmost aus dem Main-Spessart-Kreis bietet zudem eine erfrischende alkoholfreie Alternative.
Als Zusatz-Programmpunkte bietet sich eine geführte Kräuterwanderung durch die Ruine Homburg an, bei der die Bedeutung der „Burgkräuter“ für die mittelalterliche Medizin erklärt wird. Auch eine Weinprobe direkt in den Terrassenlagen unterhalb der Burgmauern, bei der die Teilnehmer die Auswirkungen der verschiedenen Bodenarten erschmecken können, ist eine ideale Ergänzung. Ein Besuch im kleinen Heimatmuseum im Ort vertieft zudem das Wissen über die Flößerei auf der Wern, die früher eine wichtige Einnahmequelle war.
An benötigten Requisiten führen die Ermittler Entdecker-Rucksäcke mit UV-Taschenlampen, einem analogen Kompass, einer Replik der Homburger Sonnenuhr aus Metall, einer Lupe zur Bodenproben-Analyse und einem Fläschchen Reagenzflüssigkeit zum Nachweis von Kalkstein-Reaktionen.
Die Escape-Situation verlangt die Erfüllung der Mission: Wiederbeschaffung des Amuletts und Aktivierung der verborgenen Quelle. Ein Beispiel für ein Rätsel ist die „Licht-Relais-Kette“: Die Teilnehmenden müssen mit Hilfe von Spiegeln das reflektierte Sonnenlicht von der Kirchturmspitze in St. Radegundis bis zu einer bestimmten Schießscharte an der Homburg leiten, um ein mechanisches Zahlenschloss zu beleuchten. Ein weiteres Beispiel ist das „Klang-Rätsel“: In der Zisterne der Burg müssen verschiedene Steine in ein Wasserbecken geworfen werden; die Tonfolge der aufschlagenden Steine ergibt den Rhythmus, in dem die Griffe der hydraulischen Pumpe betätigt werden müssen, um den Mechanismus zu starten.
Als nächste Überlegung könnte die Integration einer hydraulischen Modellbau-Komponente erfolgen, bei der die Teilnehmer im Maßstab 1:10 ein funktionstüchtiges Wassersystem nachbauen müssen, um die physikalischen Prinzipien der mittelalterlichen Wasserversorgung in Gössenheim zu verstehen. Wäre die detaillierte Ausarbeitung dieser technischen Station zur Steigerung des Lerneffekts für die Gruppen von Interesse?
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