Das Labyrinth aus Kalkstein und Legenden
Die Fränkische Schweiz, ein markanter Teil des Fränkischen Juras im Städtedreieck zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg, bildet die Bühne für dieses kriminelle Verwirrspiel. Geografisch ist die Region durch eine spektakuläre Karstlandschaft geprägt, in der sich tief eingeschnittene Täler wie das Wiesenttal, das Ailsbachtal und das Püttlachtal mit kargen Hochflächen abwechseln. Das markanteste Merkmal dieses oberfränkischen Naturwunders sind jedoch die bizarren Felsformationen aus hellem Kalkstein, die wie versteinerte Wächter aus den dichten Buchenwäldern ragen. Orte wie Pottenstein, Gößweinstein und Muggendorf sind eingebettet in eine Kulisse, die weltweit als eines der bedeutendsten Klettergebiete gilt.
Die Besonderheit der Fränkischen Schweiz liegt in ihrer vertikalen Vielfalt. Über 1.000 Höhlen, darunter die berühmte Teufelshöhle, durchziehen den Untergrund, während an der Oberfläche markante Felstürme wie der Adlerstein oder die Wichsensteiner Nadel Wanderer und Alpinisten anlocken. Die Geografie wird durch die Flüsse Wiesent, Leinleiter und Aufseß bestimmt, die sich in engen Windungen durch den weichen Stein gegraben haben. Historische Burgen wie die Burg Rabenstein oder die Burg Pottenstein thronen auf den Gipfeln und erzählen von einer Zeit, als die Region noch Grenzland war. In dieser zerklüfteten Wildnis bricht das Unheil aus, als ein Wanderer am Fuße einer abgelegenen Felswand im Ailsbachtal eine grausige Entdeckung macht. Ein bekannter Geologe, der an einer neuen Kartierung der Karsthöhlen arbeitete, wird leblos aufgefunden. In seiner erstarrten Hand klammert er einen ungewöhnlichen, tiefschwarzen Stein, der so gar nicht in die helle Kalksteinwelt der Fränkischen Schweiz passen will. Ein Fall beginnt, der die Ermittler von den schwindelerregenden Höhen der Aussichtspunkte bis tief in die feuchtkalten Abgründe der Tropfsteinhöhlen führt.
Schauplätze: Orte der Tat und der Beweise
Die Burgruine Neideck (Der Ort der Beobachtung) Hoch über dem Wiesenttal, mit einem weiten Blick auf die Felswände der Muggendorfer Gebirgswelt, beginnt die Spurensuche. Auf dem alten Bergfried wird das erste Beweismittel sichergestellt: Ein modernes Hochleistungsfernglas, dessen Objektiv mit feinem Magnesiumstaub – wie ihn Kletterer benutzen – und Partikeln von Buchenpollen bedeckt ist. Besonders auffällig ist ein kleiner Riss im Gehäuse, in dem ein winziger Faden aus neongrüner Kletterseil-Faser klemmt. Auf den Steinstufen finden sich zudem Abdrücke von Zustiegsschuhen mit einem sehr spezifischen Profil, das Rückstände von rotem Lehm aufweist, der typisch für die tiefer gelegenen Höhleneingänge der Region ist.
Die Teufelshöhle bei Pottenstein (Die Spur im Untergrund) In der größten Schauhöhle der Fränkischen Schweiz, zwischen gewaltigen Stalaktiten und Stalagmiten, wird ein zweites Indiz geborgen. In einer für Touristen unzugänglichen Nische hinter dem „Skelett des Höhlenbären“ liegt eine wasserdichte Dokumentenkapsel. Darin befindet sich eine handgezeichnete Skizze, die eine bisher unbekannte Verbindung zwischen zwei großen Höhlensystemen zeigt. An der Kapsel haften Reste von Kalksinter und der Geruch von Karbid, das heute kaum noch verwendet wird. In der Nähe wird zudem ein verlorener Karabinerhaken entdeckt, in den die Initialen „G.v.B.“ graviert wurden.
Der Adlerstein bei Wichsenstein (Der Tatort) An dieser exponierten Felsformation, die einen Rundblick über das gesamte Fränkische Hochplateau bietet, wurde das Opfer gefunden. Am Fuße des Massivs wird das dritte Beweismittel sichergestellt: Ein kleiner Geologenhammer, dessen Stiel mit einer öligen Substanz verschmiert ist, die bei der Analyse als Waffenöl identifiziert wird. In einer Felsspalte findet man zudem ein zerknülltes Etikett einer lokalen Brauerei aus Aufseß, auf dem handschriftlich eine Uhrzeit und ein Datum notiert wurden. Zudem weisen die Schleifspuren am Fels darauf hin, dass das Opfer nicht gestürzt ist, sondern mit einem Seil kontrolliert abgelassen wurde, um einen Unfall vorzutäuschen.
Das Walberla / Die Ehrenbürge (Der Ort der Verschwörung) Auf dem heiligen Berg der Franken, unweit von Forchheim, wird das vierte Indiz sichergestellt. Inmitten der steinzeitlichen Wallanlagen findet man eine vergrabene Holzkiste. Darin befinden sich hochauflösende Fotografien von illegalen Mülldeponien in alten Steinbrüchen der Fränkischen Schweiz. An der Kiste haften Rückstände von Kirschblütenstaub, was auf eine Herkunft aus dem Pretzfelder Anbaugebiet hindeutet. Zudem liegt dort eine Mitgliedskarte eines exklusiven Jagdvereins aus dem Landkreis Forchheim, auf deren Rückseite eine Wegbeschreibung zum Ailsbachtal skizziert ist.
Verdächtige: Motive und Abgründe
Lukas „Der Kletterer“ Grat (34) – Ein Extrem-Alpinist Er ist in der Kletterszene der Region bestens vernetzt und kennt jeden Haken und jeden Griff in den Wänden rund um Pottenstein.
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Motiv: Schutz seines Reviers und Gier. Der Geologe hatte entdeckt, dass eine von Lukas’ neu erschlossenen Routen durch ein streng geschütztes Biotop führt, was eine dauerhafte Sperrung zur Folge gehabt hätte. Zudem soll Lukas wertvolle Fossilien aus den Felswänden gemeißelt und auf dem Schwarzmarkt verkauft haben. Die neongrüne Seilfaser und der Kletterstaub belasten ihn schwer.
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Besonderheit: Er wirkt extrem drahtig, spricht einen schnellen, nervösen Dialekt und hat auffällig deformierte Fingerspitzen, ein typisches Merkmal von Profikletterern.
Dr. h.c. Sybille „Die Höhlenforscherin“ Sinter (48) – Eine ehrgeizige Wissenschaftlerin Sie leitet ein Forschungsprojekt in den Karsthöhlen der Fränkischen Schweiz und gilt als Koryphäe für unterirdische Wassersysteme.
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Motiv: Akademischer Ruhm. Sie wollte die Entdeckung des neuen Höhlensystems für sich allein beanspruchen, um eine prestigeträchtige Professur in Erlangen zu erhalten. Der Geologe drohte, ihre Plagiate und die unsaubere Dokumentation ihrer Funde öffentlich zu machen. Die Dokumentenkapsel mit der Skizze und der Karbidgeruch weisen auf sie hin.
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Besonderheit: Sie ist sehr groß, trägt meist einen dunklen Overall und hat eine fast krankhafte Abneigung gegen Sonnenlicht, da sie die meiste Zeit unter Tage verbringt.
Baron Georg von Bär (55) – Ein einflussreicher Grundbesitzer Ihm gehören weite Teile der Wälder und Jagdreviere zwischen Waischenfeld und Hollfeld.
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Motiv: Vertuschung von Umweltsünden. Auf seinem Grund wurden jahrelang giftige Industrieabfälle in ungenutzten Erdlöchern entsorgt. Der Geologe war bei seinen Untersuchungen auf diese illegalen Deponien gestoßen. Der Karabiner mit seinen Initialen und die Mitgliedskarte des Jagdvereins führen direkt zu ihm.
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Besonderheit: Er tritt sehr herrisch auf, trägt stets eine Trachtenjacke und wird immer von zwei großen Jagdhunden begleitet.
Konflikt und Geheimnis: Das Blut im Kalkstein
Das tiefe Geheimnis der Fränkischen Schweiz führt zurück in das 19. Jahrhundert, zur Zeit der ersten großen Höhlenentdeckungen. Damals verschwand ein berühmter Forscher spurlos, der angeblich den „Stein der Weisen“ – ein seltenes Mineralvorkommen – in einer der unzugänglichen Klüfte gefunden hatte. Der schwarze Stein in der Hand des Opfers ist ein Meteoriteneinschlag-Fragment, das in einer Höhle konserviert wurde und einen unschätzbaren wissenschaftlichen sowie materiellen Wert besitzt.
Der Konflikt entzündete sich an der Gier nach diesem „Himmelsstein“. Der Geologe hatte das Versteck durch eine computergestützte Analyse der Felsformationen lokalisiert. Die Verdächtigen bildeten ein instabiles Bündnis: Die Forscherin lieferte das Wissen, der Kletterer die Technik und der Baron das Territorium. Doch als es um die Aufteilung des Ruhms und des Geldes ging, eskalierte die Situation am Adlerstein. Der Mord war kein Unfall, sondern eine eiskalte Hinrichtung, um den Mitwisser zu eliminieren und den Fund für sich zu behalten.
Aufklärung und Finale: Showdown am Druidenhain
Das Finale findet bei Neumond im Druidenhain bei Wohlmannsgesees statt, einem mystischen Labyrinth aus gewaltigen, bemoosten Felsblöcken. Während der Nebel zwischen den Steinen wallt, führen die Teilnehmer die Indizien zusammen. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch die Analyse des Waffenöls am Hammer: Es ist eine spezielle Mischung, die nur für historische Jagdgewehre verwendet wird, wie sie der Baron sammelt.
Überführt wird schließlich Baron Georg von Bär als Drahtzieher, während Lukas Grat die Tat als Handlanger ausführte. Der Baron hatte Lukas mit dem Wissen über dessen illegale Fossilienverkäufe erpresst. In einem dramatischen Moment versucht Lukas, über die steilen Felsen des Druidenhains zu entkommen, wird aber von den Teilnehmern, die das Gebiet durch die Skizze der Forscherin bereits umstellt haben, gestellt. Die Forscherin bricht unter der Last der Beweise zusammen und gesteht ihre Beihilfe. Der schwarze Stein wird dem Naturkundemuseum in Bamberg übergeben, und die Umweltsünden des Barons kommen ans Licht.
Auflösung und Teilnahmezertifikat
Der Fall um das steinerne Schweigen ist gelöst, die Ehre der Fränkischen Schweiz ist wiederhergestellt und das Geheimnis der schwarzen Steine ist bewahrt. Die Teilnehmer haben bewiesen, dass sie selbst in den zerklüftetsten Felswänden und den dunkelsten Höhlen den Überblick behalten. Die Auszeichnung trägt den Namen: „Felswächter der Fränkischen Schweiz – Meisterermittler im Karst“. Dieses Zertifikat wird feierlich unter dem Patronat der Bergwacht verliehen.
Essen und Trinken: Kulinarik aus der Fränkischen Schweiz
Ein Krimi-Event in der Region braucht eine Verpflegung, die so kräftig ist wie der Jura-Fels:
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Fränkisches Schäuferla: Saftige Schweineschulter mit knuspriger Schwarte, serviert mit einer dunklen Biersoße und einem hausgemachten Kartoffelkloß.
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Forelle „Blau“ oder „Müllerin Art“: Frisch gefangen aus der Wiesent oder der Aufseß, serviert mit Butterkartoffeln und frischem Sahnemeerrettich.
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Bamberger Hörnla: Die berühmte lokale Kartoffelsorte, oft serviert als warmer Kartoffelsalat mit Speck und Zwiebeln.
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Pretzfelder Kirscha-Kuchen: Ein saftiger Blechkuchen mit Kirschen aus dem größten zusammenhängenden Kirschanbaugebiet Europas.
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Getränke: Die Fränkische Schweiz hat die höchste Brauereidichte der Welt. Unverzichtbar ist ein „Dunkles“ oder ein „Zwickel“ aus einer der kleinen Familienbrauereien in Waischenfeld oder Aufseß. Als Abschluss dient ein Edelbrand aus der Fränkischen Obstbrandregion, etwa ein Williams-Christ oder ein Zwetschgenwasser.
Zusatz-Programmpunkte
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Geführte Höhlentour: Ein Abstieg in eine „wilde“ Höhle abseits der Touristenpfade.
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Kletter-Schnupperkurs: Eine Einführung in die Sicherungstechnik an einem der Übungsfelsen.
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Brennerei-Besichtigung: Ein Einblick in die Kunst des Schnapsbrennens in Pretzfeld.
Benötigte Requisiten
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Ein tiefschwarzer, schwerer Stein (Meteoriten-Attrappe).
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Ein Hochleistungsfernglas mit „Magnesium“-Spuren.
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Eine wasserdichte Dokumentenkapsel mit historischer Skizze.
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Ein Geologenhammer mit „Öl-Spuren“.
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Karabinerhaken mit Gravur.
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Ein Bergseil-Abschnitt (neongrün).
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Proben von rotem Lehm und Kalksinter in Gläsern.
Escape-Situation: Die Mission „Das Rätsel der Sieben Täler“
Die Teilnehmer müssen eine Mission erfüllen, um den zweiten Teil des Meteoriten zu finden, bevor der Baron ihn außer Landes schafft.
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Das Rätsel der Felsnadel: Anhand einer Fotografie müssen die Teilnehmer die exakte Felsformation im Püttlachtal identifizieren. Die Anzahl der Haken in der Wand ergibt die erste Ziffer für ein Zahlenschloss.
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Die Sinter-Chiffre: In einer simulierten Höhle müssen die Teilnehmer Stalaktiten zählen. Die Anordnung der Tropfsteine entspricht einer Morse-Botschaft, die den Ort des nächsten Hinweises verrät.
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Die Bier-Navigation: Die Teilnehmer erhalten verschiedene Kronkorken regionaler Brauereien. Sie müssen diese auf einer Karte den Herkunftsorten zuordnen. Die Verbindungslinien der Orte kreuzen sich am nächsten Beweismittel.
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Der Höhlenbären-Code: In einem Text über die Fauna der Eiszeit sind Buchstaben versteckt. Mit einer UV-Lampe müssen die Teilnehmer diese markieren, um das Passwort für die Dokumentenkapsel zu erhalten.
Nächste Überlegung zur Einbindung eines echten Bergführers, der den Teilnehmern zeigt, wie man durch das Abseilen an einer kleinen Felsstufe einen verborgenen Hinweis in einer Felsnische birgt.
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