Die Gemeinde Veitsbronn liegt eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Landkreises Fürth im Herzen von Mittelfranken. Geografisch wird der Ort maßgeblich durch das Tal der Zenn geprägt, die sich in weiten Schleifen durch die Auen zieht und seit jeher die Lebensader der Region darstellt. Eine absolute Besonderheit von Veitsbronn ist der namensgebende „Bronn“, der auf die tiefe Verwurzelung mit der Wasserversorgung und den zahlreichen Quellen der Gegend hinweist. Die Geografie bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus fruchtbaren Feldern, die zum Knoblauchsland hin auslaufen, und den dichten Waldgebieten des Zenntals, die den Ort wie ein grüner Gürtel umschließen. Historisch gesehen ist Veitsbronn eng mit dem Schutzpatron St. Veit verbunden, dessen weithin sichtbare Wehrkirche auf einer Anhöhe über dem Ort thront und als architektonisches Juwel der Fränkischen Linie gilt. Die Architektur im Ortskern besticht durch stattliche Fachwerkhäuser und historische Mühlengebäude, die von der einstigen handwerklichen Blüte zeugen.

In einer Gegend, in der das Wasser als kostbarstes Gut gilt und die Grenzen zwischen der Stadtnähe zu Fürth und der ländlichen Idylle verschwimmen, herrscht ein besonderes Bewusstsein für Gemeinschaft und Tradition. Doch gerade die Stille der Zennauen kann trügerisch sein, wenn unter der Oberfläche alte Streitigkeiten um Wasserrechte und Grenzverläufe schwelen. In Veitsbronn kennt man den Wert eines guten Brunnens, und wer die Reinheit der Quellen gefährdet oder geheime Pläne über die zukünftige Wasserwirtschaft schmiedet, rüttelt an der Existenzgrundlage alteingesessener Familien. Wenn der Abendnebel über der Zenn aufsteigt und die Schatten der alten Veitskirche länger werden, offenbart sich, dass hinter der bürgerlichen Fassade der schmucken Einfamilienhäuser und Resthöfe Geheimnisse bewahrt werden, die so tief liegen wie der Grundwasserspiegel der Region.

Schauplätze

Der erste Schauplatz ist die Wehrkirche St. Veit. In einem versteckten Hohlraum hinter einem losen Sandsteinquader im Bereich des Kirchhofs wird ein beschädigtes Senklot aus Messing gefunden. Das Instrument weist an der Spitze Spuren von bläulichem Kupferoxid auf, das untypisch für die Steinmetzarbeiten an der Kirche ist. Direkt daneben wird eine verlorene Taschenuhr sichergestellt, deren Gehäuse mit feinem Quarzsand bedeckt ist und deren Zifferblatt ein eingraviertes Brunnen-Symbol zeigt. Der Boden im Kirchhof zeigt Abdrücke von festen Lederschuhen, die ein sehr feines Rillenprofil besitzen, in dem kleine Partikel von rotem Sandstein und Ziegelstaub klemmen. Zudem wird ein zerknitterter Lageplan entdeckt, auf dem der unterirdische Verlauf einer alten Wasserleitung mit violettem Filzstift markiert wurde.

Ein weiterer entscheidender Ort ist das Ufer der Zenn nahe der alten Mühle. In einer Uferböschung, halb unter Wurzeln einer Weide begraben, wird eine wasserfeste Dokumententasche geborgen. Sie enthält eine Sammlung von Original-Gemarkungskarten aus dem 19. Jahrhundert, die jedoch mit modernen Koordinaten am Rand ergänzt wurden. An der Tasche haften Reste von Wassermoos und winzige Fragmente von Muschelkalk, der in diesem Abschnitt des Flusses eigentlich nicht vorkommt. In einem Seitenfach der Tasche wird zudem ein moderner Bodenproben-Bohrer gefunden, dessen Griff mit einem Lederband umwickelt ist, in das die Initialen „H.W.“ eingebrannt wurden. Ein hier liegender Arbeitshandsuch weist an der Handfläche graue Verfärbungen durch Zementstaub auf.

Der dritte Schauplatz ist das Veitsbad, das traditionelle Freibad des Ortes. In einem Technikraum hinter den Filteranlagen wird ein beschädigtes Funkgerät entdeckt, das auf eine Frequenz eingestellt ist, die üblicherweise von Vermessungsämtern genutzt wird. Neben dem Gerät liegen Scherben einer Glasflasche, an denen Rückstände eines starken Kräuterlikörs haften, der nach Wermut riecht. Im Staub des Bodens finden sich Abdrücke von Gummistiefeln, die eine orthopädische Erhöhung am linken Absatz zeigen. Zudem wird ein silberner Schlüsselanhänger sichergestellt, der die Form einer Libelle hat und zwischen zwei Rohrleitungen eingeklemmt war.

Der vierte Schauplatz ist ein alter Felsenkeller im Bereich der Obermichelbacher Straße. In einer Mauernische hinter einem verfallenen Holzfass wird eine metallene Dokumentenrolle gefunden. Sie enthält ein Original-Schriftstück über die ewigen Wasserrechte der Gemeinde, das jedoch mit moderner Geheimtinte bearbeitet wurde, um bestimmte Namen unleserlich zu machen. An der Rolle haften Reste von Spinnweben und kleine Fragmente von Schiefer. Ein in der Nähe gefundener Geologenhammer weist eine scharfe Metallspitze auf, die mit frischem Rost verschmiert ist. Zudem findet sich dort ein Lederbeutel mit Mineralproben, die eine ungewöhnlich hohe Konzentration an Eisen aufweisen.

Verdächtige

Hans Wasserbau ist ein pensionierter Ingenieur der örtlichen Wasserwerke, der jeden Brunnen in Veitsbronn in- und auswendig kennt. Sein Motiv ist die Bewahrung der alten Quellen vor einer geplanten Privatisierung durch einen Großkonzern. Er glaubt, dass nur er den wahren Wert des Wassers schätzt. Seine Besonderheit ist sein hinkender Gang, was die asymmetrischen Abdrücke im Technikraum des Veitsbads erklärt. Seine Initialen befinden sich auf dem Bodenbohrer, den er für private Messungen nutzte.

Beate Brunnen ist eine ehrgeizige Geologin, die für ein Bauunternehmen arbeitet, das ein neues Wohngebiet in den Zennauen erschließen will. Ihr Motiv ist beruflicher Aufstieg und die Prämie für das Gutachten, das das Bauland als „trocken“ deklariert. Sie hat die Karten manipuliert, um die Gefahr von Unterspülungen zu verschleiern. Ihre Besonderheit ist ihre Vorliebe für Schmuck mit Naturmotiven, wie den Libellen-Anhänger, und ihre Ausrüstung mit modernen Funkgeräten, was sie mit dem Fundort am Freibad verknüpft.

Konrad Kustos ist der ehrenamtliche Archivar der Gemeinde und leidenschaftlicher Sammler von Lokalhistorika. Sein Motiv ist verletzter Stolz, da er sich bei der Veröffentlichung der neuen Ortschronik übergangen fühlte. Er entdeckte Hinweise auf eine heilkräftige Quelle unter der Veitskirche und wollte diese für sich beanspruchen, um als Entdecker berühmt zu werden. Seine Besonderheit ist seine Vorliebe für Kräuterlikör und seine pedantische Art, Dokumente mit Geheimtinte zu bearbeiten, was ihn mit den Funden im Felsenkeller und an der Kirche verbindet.

Konflikt und Geheimnis

Der tiefe Konflikt dreht sich um den „Vierten Quellarm von Veitsbronn“. Es handelt sich um eine unterirdische Wasserader von höchster Reinheit, die direkt unter der Wehrkirche St. Veit entspringt und deren Verlauf in den alten Dokumenten aus dem Felsenkeller verschlüsselt ist. Das Geheimnis ist, dass dieser Quellarm durch die geplanten Baumaßnahmen in den Zennauen unwiederbringlich verschmutzt oder umgeleitet würde. Das Opfer, ein junger Hydrologe, hatte die Manipulationen an den Gemarkungskarten entdeckt und wollte die Gemeinde warnen. Er wurde getötet, weil er kurz davor stand, die illegale Probebohrung von Beate Brunnen aufzudecken, die beweisen sollte, dass das Wasser für industrielle Zwecke abgeleitet werden kann. Der Konflikt zwischen ökologischem Erbe und wirtschaftlichem Fortschritt bildet den Kern des Falls.

Aufklärung und Finale

Das Finale findet während des Veitsbronner Frühlingsmarktes auf dem Platz vor der Kirche statt. Die Ermittler präsentieren die Indizienkette unter dem Beifall der Bürger. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch das Senklot. Die Kupferoxid-Spuren stammen nicht von den Kirchenfenstern, sondern von einer speziellen Messinglegierung der Bohrausrüstung, die Beate Brunnen heimlich verwendete. Als Konrad Kustos versucht, Hans Wasserbau die Schuld zuzuschieben, präsentieren die Ermittler den Libellen-Anhänger. Dieser wurde im Technikraum gefunden, wo das Opfer zuletzt gesehen wurde, als es die Filterdaten des Bads überprüfen wollte. Doch der wahre Mörder wird durch die Geheimtinte überführt. Unter UV-Licht wird sichtbar, dass Konrad Kustos das Dokument im Felsenkeller gefälscht hatte, um sich die Rechte an der „Heilquelle“ zu sichern. Es stellt sich heraus, dass Konrad Kustos das Opfer an der Zenn stellte und es im Streit mit dem Geologenhammer erschlug, während Beate Brunnen die Leiche mit Hilfe von Hans Wasserbau – den sie mit seinem Wissen über illegale Messungen erpresste – verschwinden lassen wollte.

Auflösung und Teilnahmezertifikat

Der Fall ist gelöst, der vierte Quellarm wird zum Naturschutzgebiet erklärt und die Baupläne in den Zennauen werden gestoppt. Die Teilnehmer werden für ihren Scharfsinn geehrt. Sie erhalten die Auszeichnung „Hüter der Veitsbronner Quellen“. Dieses Zertifikat bestätigt ihren Status als offizielle Ehren-Kommissare für den Landkreis Fürth und Experten für hydrogeologische Kriminalistik.

Essen und Trinken

Das Menü feiert die Erzeugnisse der fränkischen Äcker und Gewässer. Als Vorspeise wird eine „Zenntaler Forellenmousse“ auf geröstetem Bauernbrot serviert. Der Hauptgang besteht aus einem klassischen „Fränkischen Krustenbraten“ in einer Dunkelbiersoße, dazu gibt es handgedrehte Kartoffelklöße und ein Sauerkraut, das mit Äpfeln aus der Region verfeinert wurde. Für Vegetarier werden „Gebackene Zucchiniküchle“ mit Kräuterdip angeboten. Zum Trinken wird ein kühles Lokalbier oder ein Glas Müller-Thurgau aus dem nahen Maintal gereicht. Zum Nachtisch gibt es „Apfelstrudel“ mit Vanillesoße und einen Digestif aus heimischen Kräutern.

Zusatz-Programmpunkte

Das Rahmenprogramm beinhaltet eine geführte Wanderung durch die Zennauen, bei der die Flora und Fauna der Flusslandschaft erläutert wird. Zudem wird eine Besichtigung der Wehrkirche St. Veit mit Schwerpunkt auf den historischen Verteidigungsanlagen angeboten. Für Technikinteressierte gibt es eine Vorführung der modernen Wasseraufbereitung im Wasserwerk. Ein kleiner Bauernmarkt am Marktplatz präsentiert zudem die Vielfalt der lokalen Gemüseprodukte aus dem Knoblauchsland.

Benötigte Requisiten

Benötigt werden ein (Replik-)Senklot aus Messing, eine Taschenuhr mit Brunnen-Gravur, eine wasserfeste Dokumententasche, Gemarkungskarten (bearbeitet), ein Bodenproben-Bohrer, ein defektes Funkgerät, Likörflaschen-Scherben, ein silberner Libellen-Anhänger, eine metallene Dokumentenrolle, ein Geologenhammer, ein Lederbeutel mit Mineralproben sowie die gedruckten Urkunden für die Siegerehrung.

Festlegung der genauen Route für die Teilnehmergruppen zwischen der Wehrkirche und dem Zennufer unter Berücksichtigung der Steigungen als nächste planerische Überlegung.

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