Die Gemeinde Kirchehrenbach, gelegen am Fuße des markanten Tafelbergs Ehrenbürg, der im Volksmund ehrfürchtig als Walberla bezeichnet wird, bildet den Schauplatz für ein außergewöhnliches Erlebnis in der Fränkischen Schweiz. Dieser „Heilige Berg der Franken“ ist nicht nur ein geologisches Highlight des Landkreises Forchheim, sondern auch ein Ort tief verwurzelter Mythen und archäologischer Schätze, die bis in die Keltenzeit zurückreichen. Das Outdoor-Escape-Abenteuer ist zeitlich und thematisch eng mit dem Walberlafest verknüpft, das traditionell am ersten Sonntag im Mai stattfindet und tausende Besucher aus ganz Oberfranken anlockt. Die Erzählphase des Spiels entführt die Teilnehmenden in das Jahr 1360, als eine unheilvolle Prophezeiung besagte, dass der Berg seinen Segen verliert, wenn die heilige Walburga-Statue nicht rechtzeitig zum Fest auf dem Gipfel erscheint. Die Mission besteht darin, die verschollenen Reliquien der Heiligen Walburga in den Gassen von Kirchehrenbach und an den Hängen des Berges zu finden, um das Fest zu retten. Der touristische Nutzen liegt in der gezielten Lenkung der Besucherströme weg vom überlaufenen Gipfelplateau hin zu den historischen Besonderheiten des Ortes, wodurch die lokale Geschichte und die landschaftliche Schönheit der Region Franken gleichermaßen gewürdigt werden.

Die Initialisierungsphase beginnt am zentralen Dorfplatz von Kirchehrenbach, unweit der barocken Pfarrkirche St. Bartholomäus. Hier erhalten die Gruppen ein haptisches „Pilger-Set“, bestehend aus einer handgezeichneten Karte auf Leinen, einer metallischen Sonnenuhr-Scheibe und einem Beutel mit verschiedenen Gesteinsproben des Juras. Die erste Rätselmechanik erfordert die genaue Betrachtung der Fachwerkarchitektur rund um den Dorfplatz. Die Teilnehmenden müssen die Anzahl der Schnitzereien an den Eckpfosten historischer Gehöfte mit den Jahreszahlen auf den steinernen Torbögen kombinieren, um den ersten Hinweis im Logbuch freizuschalten. Die Logistik ist so konzipiert, dass die Teilnahme auch spontan am Festmorgen möglich ist, da die Startpakete an den Informationsständen der Gemeinde hinterlegt sind. Dieser erste Abschnitt vermittelt das Verständnis für die dörfliche Struktur und die Bedeutung von Kirchehrenbach als Tor zum Berg.

Mit dem Verlassen des bewohnten Gebiets tritt das Abenteuer in die Expansionsphase ein und führt die Teilnehmenden auf den steilen Aufstiegsweg in Richtung des Walberla. An einer Station nahe des historischen Lindenhains wird die geologische Beschaffenheit des Berges thematisiert. Die Rätsellogik nutzt hierbei die Gesteinsproben aus dem Set: Die Gruppen müssen Fragmente von weißem Jura-Kalkstein und dunklem Mergel den entsprechenden Schichten am Hang zuordnen. Die Lösung ergibt eine Ziffernfolge, die mithilfe der Sonnenuhr-Scheibe in einen geografischen Peilwert übersetzt wird. Die Logistik nutzt das bestehende Wanderwegesystem, integriert aber abseits gelegene Aussichtspunkte, die einen weiten Blick über das Wiesenttal bis nach Forchheim ermöglichen. Die Herausforderung besteht darin, die Flora des Berges – insbesondere die seltenen Küchenschellen, die Anfang Mai blühen – als botanische Wegweiser zu nutzen. Dieser Teil der Route fördert das Bewusstsein für den Naturschutz im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst.

In der Interaktionsphase erreicht das Geschehen die Hochfläche zwischen dem eigentlichen Walberla und dem benachbarten Rodenstein. Hier begegnen die Teilnehmenden den Spuren der Kelten, die hier einst eine gewaltige Befestigungsanlage, ein Oppidum, errichteten. Die Rätselmechanik an dieser Station nutzt eine Nachbildung einer keltischen Opferschale. Mithilfe der Sonnenuhr-Scheibe muss das einfallende Sonnenlicht so auf die Reliefs der Schale gelenkt werden, dass Schattenbilder entstehen, die den Standort der Walburga-Reliquie auf dem Gipfelplateau markieren. Die Logistik auf dem Berg ist während des Walberlafests eine besondere Herausforderung; daher sind die Rätselstationen so platziert, dass sie einen Puffer zu den gastronomischen Ständen und der Musikkapelle bilden. Die Teilnehmenden lernen hierbei die archäologische Bedeutung der Ehrenbürg als eine der wichtigsten prähistorischen Fundstätten in Oberfranken kennen.

Die Finalphase gipfelt an der kleinen Walpurgiskapelle, die majestätisch über dem Abgrund thront. Inmitten des festlichen Trubels müssen die Gruppen das „Versiegelte Reliquiar“ öffnen. Die Rätsellogik verknüpft nun alle zuvor gesammelten Daten: Die Anzahl der Fachwerkbalken aus dem Dorf, die Härtegrad-Werte der Gesteine und die keltischen Lichtsymbole ergeben die Kombination für ein mechanisches Schloss am Kapellenportal (oder einer entsprechenden Replikation am Spielfeldrand). Die Auflösung offenbart, dass der wahre Schatz die Gemeinschaft und der Erhalt der Traditionen auf dem „Heiligen Berg“ ist. Die Teilnehmenden werden offiziell als „Ehrenbürger auf Zeit“ ausgezeichnet und erhalten eine geprägte Medaille, die im Licht der Maisonne glänzt. Dieser Moment der Vollendung markiert den Übergang vom Spiel zum aktiven Mitfeiern des Walberlafests.

Der touristische Nutzen des Outdoor-Escape-Abenteuers in Kirchehrenbach ist vielfältig. Es schafft ein tiefgreifendes Verständnis für die Dualität des Ortes zwischen sakraler Tradition und weltlicher Festfreude. Touristen, die oft nur für das Bier und die Bratwürste kommen, werden zu Entdeckern der keltischen Siedlungsgeschichte und der geologischen Besonderheiten des Jura. Die Logistik der Rückgabe des Equipments ist unkompliziert gestaltet: Die Pilger-Sets können direkt bei den teilnehmenden Gastronomen oder an der Talstation abgegeben werden, was den Fluss zurück in den Ort fördert und die lokale Wirtschaft stärkt. Durch die Einbindung der lokalen Gastronomie wird das Erlebnis abgerundet und zu einem ganzheitlichen Ausflug in die Fränkische Schweiz.

Nach der erfolgreichen Rettung des Festes lädt die Gastronomie in Kirchehrenbach und auf dem Bergplateau zur verdienten Stärkung ein. Ein absolutes Muss während des Walberlafests ist das Walberla-Bier, ein speziell für diesen Anlass eingebrautes Festbier der lokalen Brauereien, das durch seine bernsteinfarbene Optik und den vollmundigen Geschmack besticht. Kulinarisch dominieren die Klassiker der Region Franken: Die Fränkischen Bratwürste, die in Kirchehrenbach traditionell mit Sauerkraut und frischem Bauernbrot serviert werden, oder das Schäuferla (Schweineschulter), dessen Kruste auf dem Berg besonders knusprig gerät. Als Beilage sind die handgedrehten fränkischen Klöße unverzichtbar. Für den kleinen Hunger bieten die Stände am Wegesrand Krapfen (Schmalzgebäck) oder herzhaften Obatzter an. Besonders beliebt bei Wanderern ist auch der Geräucherte Fisch aus den klaren Bächen des Wiesenttals. Die Kombination aus körperlicher Anstrengung beim Rätsellösen und dem anschließenden Genuss in der geselligen Atmosphäre des Bergfestes macht das Abenteuer zu einem unverzichtbaren Teil des Hohemeyer-Frühlings.

Als nächste Überlegung könnte die Integration von Augmented Reality (AR) an den keltischen Wallanlagen erfolgen, um die prähistorische Befestigung auf dem Smartphone der Teilnehmenden virtuell wiederauferstehen zu lassen und so die visuelle Immersion in die Keltenzeit während des Aufstiegs massiv zu steigern. Wäre die technische Umsetzung einer solchen digitalen Rekonstruktion für das Projekt in Kirchehrenbach erstrebenswert?

Die Implementierung von Augmented Reality (AR) an den keltischen Wallanlagen der Ehrenbürg markiert den technologischen Durchbruch in der Interaktionsphase, da sie die unsichtbare Geschichte des „Heiligen Bergs“ direkt in das Sichtfeld der Teilnehmenden projiziert. Während die physischen Überreste des Oppidums für das ungeübte Auge oft nur als bewachsene Erdwälle erkennbar sind, ermöglicht die AR-Schnittstelle eine visuelle Zeitreise. Sobald die Gruppen ihre mobilen Endgeräte an spezifischen Markierungspunkten entlang des Aufstiegs von Kirchehrenbach ausrichten, rekonstruiert die Software in Echtzeit die gewaltigen Pfostenschlitzmauern und die hölzernen Toranlagen der Keltenzeit. Dieser touristische Nutzen ist von unschätzbarem Wert, da er die archäologische Bedeutung der Region Franken auf eine Weise vermittelt, die moderne Sehgewohnheiten bedient und gleichzeitig den Respekt vor dem Bodendenkmal stärkt.

Die Rätselmechanik nutzt die digitalen Rekonstruktionen für eine neue Ebene der Spurensuche. Die Teilnehmenden müssen durch das virtuelle Torhaus treten und im digitalen Abbild der Siedlung nach spezifischen Symbolen suchen, die in die virtuellen Holzbalken geritzt wurden. Diese Symbole sind nur sichtbar, wenn man sich physisch an die korrekte Position auf dem Plateau des Walberla bewegt. Die Rätsellogik verknüpft diese digitalen Funde mit den haptischen Objekten aus dem „Pilger-Set“. Beispielsweise muss ein in der AR-Welt gefundenes keltisches Muster auf die metallische Sonnenuhr-Scheibe übertragen werden, um die nächste Station der Mission freizuschalten. Die Logistik wird hierbei durch ein GPS-basiertes Triggersystem gesteuert, das sicherstellt, dass die digitalen Inhalte nur an den exakten historischen Schauplätzen im Landkreis Forchheim erscheinen.

In der Expansionsphase am Rodenstein wird die AR-Technik genutzt, um die einstige Besiedlungsdichte zu demonstrieren. Die Teilnehmenden blicken durch ihr Gerät auf die weite Fläche und sehen dort hunderte von virtuellen Grubenhäusern und Handwerksstätten, die den Berg einst bevölkerten. Eine integrierte Audio-Ebene in der App lässt die Geräusche von Hammerschlägen auf Ambosse und das Rufen von Händlern in der Fränkischen Schweiz wiederauferstehen. Die Herausforderung besteht darin, in diesem digitalen Trubel einen bestimmten „keltischen Schmied“ zu identifizieren, dessen Standort den entscheidenden Hinweis auf das Versteck der Walburga-Reliquie liefert. Diese Erzählphase verbindet historische Fakten mit einer packenden Detektivgeschichte und macht die Teilnehmenden zu Augenzeugen einer längst vergangenen Epoche.

Die Logistik dieser digitalen Erweiterung berücksichtigt die besonderen Bedingungen während des Walberlafests. Da das Mobilfunknetz auf dem Gipfelplateau bei hoher Besucherlast oft an seine Grenzen stößt, funktioniert die App vollständig offline, sobald die Daten im Tal in Kirchehrenbach einmalig geladen wurden. Die digitalen Stationen sind so platziert, dass sie die Rettungswege und die Versorgungsstände des Bergfests nicht behindern. Die Auflösung des Rätsels erfolgt schließlich durch eine Überblendung der modernen Walpurgiskapelle mit ihrem fiktiven, mittelalterlichen Vorgängerbau, wobei der finale Code für das Reliquiar in den virtuellen Kirchenfenstern erscheint.

Nach diesem technologisch unterstützten Aufstieg bildet der Besuch der Gastronomie in Kirchehrenbach den notwendigen erdenden Kontrast. Passend zur keltischen Thematik der AR-Tour bieten einige Betriebe spezielle „Kelten-Fladen“ an – ein rustikales Fladenbrot aus Urkorn, belegt mit heimischen Wildkräutern, Schmand und geräuchertem Speck aus der Region Franken. Als Begleitung dient ein kräftiges, unfiltriertes Kellerbier oder ein alkoholfreier Holunderblütensaft, der die Aromen der Bergflora einfängt. Das Sitzen in den traditionellen Gaststuben, während man auf dem Smartphone noch einmal die Bilder der virtuellen Festung betrachtet, lässt die Grenzen zwischen den Jahrtausenden verschwimmen und macht das Outdoor-Escape-Abenteuer zu einem Gesprächsthema weit über den Tag hinaus.

Als nächste Überlegung könnte die Gestaltung einer Nacht-Vigile-Variante erfolgen, bei der während der Walpurgisnacht (30. April) spezielle Licht-Rätsel und AR-Geistererscheinungen die mystische Atmosphäre des Berges nutzen, um ein besonders intensives Horror-Thriller-Erlebnis für Erwachsene zu schaffen. Wäre die Entwicklung einer solchen atmosphärisch dichten Nacht-Edition zur Erweiterung der Zielgruppe für Kirchehrenbach von Interesse?

Die Konzeption einer Nacht-Vigile-Variante zur Walpurgisnacht transformiert die Ehrenbürg in ein mystisches Szenario, das die Grenzen zwischen Volksglauben und moderner Inszenierung verschmelzen lässt. Während das traditionelle Walberlafest am Tag durch Geselligkeit geprägt ist, nutzt die Nacht-Edition die tiefen Schatten der bizarren Felsformationen und die unheimliche Stille des Plateaus oberhalb von Kirchehrenbach, um eine Erzählphase zu etablieren, die sich den Legenden über Hexenversammlungen und Geistererscheinungen widmet. Das Ziel der Mission ist es, in der Nacht zum 1. Mai ein „Schutzfeuer“ zu entfachen, indem verborgene Runen an den Hängen des Berges aktiviert werden. Der touristische Nutzen dieser Variante liegt in der Erschließung einer neuen Zielgruppe, die das Thriller-Element und die besondere Lichtästhetik der Fränkischen Schweiz bei Dunkelheit schätzt.

Die Rätselmechanik der Nacht-Vigile basiert auf der Interaktion mit ultraviolettem Licht und akustischen Phänomenen. Die Teilnehmenden erhalten ein „Nachtwächter-Set“, das eine leistungsstarke UV-Taschenlampe, einen Richtungshörer und eine fluoreszierende Karte der Ehrenbürg umfasst. An der ersten Station, einem alten Hohlweg am Ortsrand von Kirchehrenbach, müssen die Gruppen die Felswände mit Schwarzlicht absuchen. Erst unter dieser Wellenlänge offenbaren sich Symbole, die mit UV-aktiver Farbe auf den Kalkstein aufgebracht wurden und den Weg durch das Unterholz weisen. Die Logistik sieht vor, dass die Wegeführung durch dezente, solarbetriebene LED-Markierungen gesichert ist, um die Sicherheit der Ermittler im steilen Gelände des Landkreises Forchheim zu gewährleisten, ohne die nächtliche Atmosphäre zu zerstören.

In der Interaktionsphase auf halber Höhe des Berges kommt der Richtungshörer zum Einsatz. An den „Hexenringen“, markanten kreisförmigen Grasformationen, müssen die Teilnehmenden akustische Signale orten, die über Richtlautsprecher in den Felsnischen ausgestrahlt werden. Diese Signale simulieren das Flüstern der „Walberla-Weiblein“ und enthalten kodierte Hinweise auf die Position der nächsten Reliquie. Die Rätsellogik verlangt hierbei eine hohe Konzentration und Teamarbeit, da das Geräusch nur aus einem ganz bestimmten Winkel klar verständlich ist. Die Logistik nutzt hierbei die natürliche Akustik der Felswände der Fränkischen Schweiz, um eine immersive Klangkulisse zu schaffen, die den Puls der Teilnehmenden spürbar beschleunigt.

Die Augmented Reality (AR) erfährt in der Nacht-Variante eine düstere Modifikation. Anstatt prachtvoller keltischer Bauten erscheinen in der Walpurgisnacht schemenhafte Geistergestalten der Geschichte, die als „Digitale Informanten“ fungieren. Die Teilnehmenden müssen durch ihre Endgeräte blicken, um die flackernden Erscheinungen der Druiden und Marktfrauen zu befragen. Die Rätselmechanik erfordert hier das Sammeln von „Licht-Essenzen“, die durch das Scannen von AR-Objekten gewonnen werden, um die finale Lichtprojektion an der Walpurgiskapelle vorzubereiten. Die Logistik wird durch tragbare Powerbanks im Set unterstützt, da die AR-Nutzung in Kombination mit der Kälte der Nacht die Akkukapazität fordert.

Das Finale findet um Mitternacht auf dem Gipfelplateau statt. Wenn alle „Licht-Essenzen“ gesammelt und die Runen aktiviert wurden, müssen die Gruppen ihre UV-Lampen synchron auf das Portal der Kapelle richten. Die Auflösung erfolgt durch eine großflächige Projektion (Video-Mapping), die die Fassade der Kapelle optisch in Bewegung versetzt und den Sieg über die dunklen Mächte der Nacht symbolisiert. Als Belohnung für die bestandene Vigile erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Wächter der Walpurgisnacht“. Die emotionale Entladung nach der Anspannung der nächtlichen Suche bildet den idealen Übergang zum geselligen Teil des Abenteuers.

Nach der Rückkehr in das nächtliche Kirchehrenbach bietet die Gastronomie eine spezielle „Vigile-Verpflegung“ an, um die Kälte der Nacht zu vertreiben. In den urigen Gaststuben der Region Franken wird eine kräftige Gulaschsuppe vom Wild aus heimischen Forsten serviert, dazu gibt es im Ofen geröstetes Knoblauchbrot. Ein besonderes Highlight ist der „Hexen-Trunk“, ein heißer, würziger Met (Honigwein), der in tönernen Bechern gereicht wird. Für diejenigen, die den Abend lieber mit einem klassischen Getränk ausklingen lassen, bietet sich das dunkle Landbier der lokalen Brauereien an, das durch seine malzige Schwere perfekt zur nächtlichen Stimmung passt. Die Kombination aus dem Gruselfaktor auf dem Berg und der wohligen Wärme der fränkischen Wirtshäuser macht die Nacht-Vigile zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Konzept der Nacht-Variante erweitert das Spektrum des Outdoor-Escape-Abenteuers um eine psychologische und sensorische Dimension, die den „Heiligen Berg“ in einem völlig neuen Licht – oder eben im Schatten – zeigt. Die Verbindung von lokaler Folklore, modernster AR-Technik und haptischen UV-Rätseln schafft ein Alleinstellungsmerkmal für den Tourismus in Oberfranken, das besonders in der mystischen Zeit rund um den Maianfang eine enorme Anziehungskraft entfaltet.

Als nächste Überlegung könnte die Gestaltung einer Legenden-App erfolgen, die ganzjährig außerhalb der Event-Zeiten genutzt werden kann und bei der Wanderer durch das Scannen von Bodenmarkierungen auf der Ehrenbürg kurze Hörspiele über die Geisterwelt von Kirchehrenbach freischalten können. Wäre die Entwicklung eines solchen dauerhaften digitalen Wanderbegleiters zur Steigerung der Attraktivität der Wanderwege in der Fränkischen Schweiz ein sinnvoller Schritt?

Die Entwicklung einer Legenden-App als dauerhafter digitaler Wanderbegleiter bildet das abschließende Element der Immersionsstrategie für Kirchehrenbach. Während die zeitlich begrenzten Events wie das Walberlafest oder die Nacht-Vigile punktuelle Höhepunkte setzen, ermöglicht die App eine ganzjährige touristische Wertschöpfung in der Fränkischen Schweiz. Die Erzählphase wird hierbei in mundgerechte, ortsgebundene Episoden unterteilt, die das Wandern auf dem „Heiligen Berg“ in ein interaktives Hörbuch verwandeln. Der touristische Nutzen liegt in der qualitativen Aufwertung des Wegenetzes im Landkreis Forchheim, da die App auch außerhalb der Hochsaison Besucher anzieht, die die Ehrenbürg in ihrem eigenen Tempo und ohne personelle Führung erkunden möchten.

Die Logistik der App basiert auf dezenten, in den Boden oder in bestehende Wandermarkierungen eingelassenen NFC-Chips oder QR-Codes, die als „Erzähl-Anker“ fungieren. Sobald ein Wanderer sein Smartphone an einen solchen Punkt hält, wird automatisch eine Audio-Sequenz oder eine Augmented-Reality-Animation gestartet. Die Rätselmechanik ist in diesem Fall weniger kompetitiv, sondern eher explorativ gestaltet: Um die nächste Episode einer Sage – beispielsweise über den „Riesen vom Rodenstein“ oder die „Weiße Frau von Kirchehrenbach“ – freizuschalten, müssen die Nutzer ein Detail in der realen Umgebung finden, wie etwa die Anzahl der Stufen eines Felsaufstiegs oder die Form einer spezifischen Gesteinsformation. Diese Rätsellogik zwingt zur genauen Beobachtung der Natur und verhindert eine rein oberflächliche Nutzung des Smartphones in der Region Franken.

In der Interaktionsphase nutzt die App die Geofencing-Technologie, um standortbezogene Hintergrundinformationen zur Geologie und Archäologie auszuspielen. Wenn ein Wanderer die Ebene des ehemaligen keltischen Oppidums betritt, wechselt die Klangkulisse in der App von den Sagen hin zu einer wissenschaftlich fundierten, aber spannend erzählten Dokumentation über das Leben in der Eisenzeit. Die Logistik wird durch eine Offline-Funktionalität sichergestellt, da der Mobilfunkempfang am Nordhang des Walberla schwanken kann. Die Teilnehmenden können sich die Inhalte bereits im Tal bei einem Kaffee in Kirchehrenbach herunterladen, was die Einstiegshürde minimiert.

Ein besonderer Clou der Legenden-App ist die „Sammel-Mechanik“. Für jeden besuchten Ortspunkt und jedes gelöste Naturrätsel erhalten die Nutzer digitale „Reliquien-Fragmente“. Werden alle Fragmente eines Weges gesammelt, generiert die App einen Gutschein-Code, der in der lokalen Gastronomie in Kirchehrenbach eingelöst werden kann. Die Auflösung der digitalen Wanderung findet somit immer in der physischen Realität der fränkischen Wirtshäuser statt. Dies stärkt die Verbindung zwischen dem digitalen Erlebnis am Berg und der lokalen Wirtschaft im Tal.

Nach einer Wanderung mit dem digitalen Begleiter bietet die Gastronomie in Kirchehrenbach den passenden Rahmen, um die gehörten Sagen zu vertiefen. Viele Wirte sind selbst Kenner der lokalen Folklore und können zu den in der App erwähnten Orten weitere Anekdoten beisteuern. Kulinarisch lässt sich die Tour hervorragend mit einer „Wanderer-Platte“ abschließen, die aus regionalem Rauchfleisch, würzigem Bergkäse und in Essig eingelegten Gurken besteht. Dazu passt ein frisch gezapftes Landbier oder eine Schorle aus den Äpfeln der umliegenden Streuobstwiesen. Für den süßen Abschluss empfiehlt sich ein Stück „Walberla-Torte“, eine Sahnekreation mit Beeren aus der Region, die in den Cafés am Marktplatz serviert wird.

Die Legenden-App fungiert somit als Brücke zwischen den Generationen. Sie nutzt modernste Technik, um die mündlich überlieferten Sagen der Fränkischen Schweiz für ein junges, technikaffines Publikum attraktiv zu machen, ohne den Respekt vor der Tradition zu verlieren. Sie macht die Ehrenbürg zu einem lebendigen Museum unter freiem Himmel, das 365 Tage im Jahr seine Tore geöffnet hat.

Als nächste Überlegung könnte die Integration einer „Citizen-Science-Schnittstelle“ in die App erfolgen, bei der Wanderer Sichtungen von seltenen Pflanzen oder Tieren (wie dem Segelfalter oder der Küchenschelle) per Foto melden können, um aktiv zum Monitoring der Biodiversität auf dem Walberla beizutragen. Wäre die Verknüpfung von Sagenwelt und modernem Naturschutz ein erstrebenswerter nächster Schritt für die App-Entwicklung?

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