Das Tor zur Fränkischen Schweiz
Kirchehrenbach, eine stolze Gemeinde im Landkreis Forchheim, gilt als einer der markantesten Orte in ganz Oberfranken. Geografisch liegt das Dorf am Fuße des wohl berühmtesten Berges der Region: der Ehrenbürg, im Volksmund ehrfürchtig das Walberla genannt. Diese markante Doppelgipfel-Formation dominiert die gesamte Landschaft und bildet den westlichen Eingang zum Naturpark Fränkische Schweiz. Das Gemeindegebiet wird durch das weite Tal der Ehrenbach geprägt, die dem Ort seinen Namen gab und sich sanft durch die fruchtbaren Ebenen schlängelt, bevor sie in die Wiesent mündet. Die Geografie ist hier ein Spektakel aus steilen Kalksteinfelsen, weiten Plateaus und den für die Fränkische Schweiz so typischen Obstbaumwiesen, die besonders zur Blütezeit das gesamte Tal in ein weißes Meer verwandeln.
Die absolute Besonderheit von Kirchehrenbach ist die tiefe kulturelle und spirituelle Verbindung zum Walberla. Der Berg war bereits in der Keltenzeit ein zentraler Siedlungsplatz und gilt heute als der „Heilige Berg der Franken“. Architektonisch besticht der Ort durch die barocke Pfarrkirche St. Bartholomäus, deren stattlicher Turm weit ins Vorland grüßt, sowie durch zahlreiche historische Fachwerkhäuser, die von der langen Geschichte als bäuerlich geprägtes Zentrum zeugen. Doch hinter der Fassade der Kirschen- und Edelbrandgemeinde gärt es. Kirchehrenbach ist bekannt für seine hohe Dichte an Brennereien, in denen die Früchte der hiesigen Streuobstwiesen zu hochprozentigen Spezialitäten veredelt werden. In diesen dunklen Kellern und zwischen den uralten Obstbäumen scheinen Geheimnisse genauso gut zu reifen wie die Brände.
Die Idylle am Fuße des Tafelberges zerbricht, als nach dem traditionellen Walberlafest ein bekannter Geologe leblos in einer Felsspalte am sogenannten Steinernern Tor aufgefunden wird. Er war mit modernstem Equipment unterwegs, um die Stabilität der Felsplateaus zu untersuchen. In seiner erstarrten Hand klammert er eine kleine, handgeschnitzte Figur aus Kirschholz, die eine hockende Hexe darstellt – ein Symbol, das tief im Aberglauben der Region verwurzelt ist. In Kirchehrenbach beginnt eine Suche nach der Wahrheit, die von den sonnigen Hängen des Berges bis in die tiefsten Brennkessel der Gemeinde führt. Es geht um mehr als einen Unfall; es geht um ein Vermächtnis, das seit der Keltenzeit unter dem Kalkstein schlummert.
Schauplätze: Orte der Tat und der Beweise
Das Steinerne Tor am Walberla (Der Fundort) Inmitten der bizarren Felsformationen, die wie Wächter über Kirchehrenbach stehen, beginnt die Spurensicherung. In der Nähe des Opfers wird das erste Beweismittel sichergestellt: Ein geologischer Hammer, der jedoch nicht dem Opfer gehörte, da er eine Gravur einer alten Schmiede aus dem Wiesenttal trägt. Am Fels kleben zudem Reste von klebrigem Fruchtzucker, der bei der Gärung von Kirschen entsteht. Die kühle Brise, die hier oben ständig weht, und der weite Blick über das Regnitztal machen diesen Ort zu einem exponierten Schauplatz eines Verbrechens, das im Verborgenen geplant wurde.
Die historische Brennerei im Ortskern In einem der tiefen, gewölbten Keller von Kirchehrenbach, wo der süßliche Duft von Maische und hochprozentigem Alkohol die Luft schwängert, wird ein zweites Indiz geborgen. Hinter einem Stapel alter Holzfässer findet man ein Fernglas, dessen Linse mit einer feinen Schicht Kalkstaub bedeckt ist – derselbe Staub, der am Walberla vorkommt. In einem Notizbuch des Brennmeisters finden sich zudem Berechnungen über Landzukäufe an den Hängen des Berges, die weit über den normalen Bedarf für neue Plantagen hinausgehen. Das rhythmische Tropfen des Destillats bildet hier eine fast hypnotische Kulisse.
Die Obstbaumwiesen am Ehrenbach Dort, wo die alten Hochstämme Schatten auf die weidenden Schafe werfen, wird das dritte Beweismittel entdeckt. In einer verlassenen Erntehütte findet man eine wetterfeste Tasche mit detaillierten Karten des Berges. Auffällig ist, dass bestimmte Höhlensysteme, die offiziell als einsturzgefährdet gelten, mit neongrüner Farbe markiert sind. Ein verlorener Autoschlüssel mit einem Anhänger einer Werkstatt aus Forchheim liegt halb vergraben im weichen Boden. Das Summen der Bienen und das Rascheln der Blätter machen diesen Ort zu einer friedlichen Maske für dunkle Pläne.
Der Kirchhof von St. Bartholomäus In der Nähe des alten Beinhauses, wo die Steine die Namen der Vorfahren von Kirchehrenbach tragen, wird das vierte Indiz sichergestellt. Es handelt sich um eine kleine Metallkapsel, die in einem Mauerspalt versteckt war. Darin befindet sich ein Brief aus dem 19. Jahrhundert, der von einem „Aderlass des Berges“ spricht. Ein moderner Laserpointer, der als Markierungshilfe für Vermessungen dient, weist darauf hin, dass erst kürzlich jemand diesen Ort als Fixpunkt für Peilungen genutzt hat. Die sakrale Stille des Kirchhofs kontrastiert scharf mit der modernen Technologie der Schatzgräber.
Verdächtige: Motive und Abgründe
Anton „Der Brennmeister“ Distler (54) – Ein Traditionalist mit Sorgen Er führt eine der renommiertesten Brennereien in Kirchehrenbach und kämpft gegen den Preisdruck der Großmärkte.
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Motiv: Erhalt des Familienbetriebs. Distler glaubte einer Legende, nach der die Kelten unter dem Walberla wertvolle Grabbeigaben versteckten. Er wollte durch den Verkauf dieser Schätze seine Brennerei sanieren. Der Geologe hatte entdeckt, dass Distler illegale Grabungen in geschützten Bereichen durchführte. Der geologische Hammer gehört seinem Großvater.
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Besonderheit: Er trägt immer eine blaue Schürze, riecht nach Kirschwasser und hat die Angewohnheit, ständig eine Münze zwischen den Fingern wandern zu lassen.
Dr. h.c. Sybille „Die Archäologin“ Fundermann (42) – Eine ehrgeizige Forscherin Sie wurde beauftragt, die kulturhistorische Bedeutung der Ehrenbürg neu zu bewerten, arbeitet aber insgeheim für private Investoren.
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Motiv: Wissenschaftlicher Ruhm und Gier. Sie wusste von den wertvollen Mineralvorkommen unter dem Kalkstein, die für die Chipindustrie von Bedeutung sind. Der Geologe wollte diese Informationen veröffentlichen, was ihren geheimen Deal mit den Investoren zerstört hätte. Das Fernglas und die markierten Karten gehören ihr.
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Besonderheit: Sie trägt sehr moderne Outdoorkleidung, spricht in einem schnellen, akademischen Tonfall und wirkt in der dörflichen Umgebung von Kirchehrenbach stets etwas herablassend.
Bernd „Der Wanderführer“ Steiger (36) – Ein Kenner jedes Pfades Er bietet geführte Touren auf das Walberla an und kennt die Flora und Fauna der Fränkischen Schweiz wie kein anderer.
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Motiv: Rache und Eifersucht. Er fühlte sich vom Opfer übergangen, da der Geologe für seine Untersuchungen Wege sperren ließ, die Steigers beste Touren ruinierte. Zudem hatte er Schulden in der Brennerei Distler und half dem Brennmeister bei seinen nächtlichen Aktivitäten. Der Autoschlüssel und der Laserpointer weisen auf ihn hin.
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Besonderheit: Er ist extrem drahtig, trägt immer einen Wanderstock mit Metallspitze und hat ein enzyklopädisches Wissen über die Sagen der Hexe Walburga.
Konflikt und Geheimnis: Das Erbe der Keltenfürsten
Das tiefere Geheimnis von Kirchehrenbach ist die „Ader des Lugh“. Es handelt sich nicht um Gold, sondern um ein seltenes geologisches Phänomen unter dem Walberla, das bei Vollmond die Kalksteinfelsen in einem sanften blauen Licht schimmern lässt. Legenden besagen, dass dieses Licht den Weg zu einer versiegelten Kammer weist, in der die rituellen Gegenstände der Keltenpriester liegen.
Der Konflikt entzündet sich an der Gier nach Profit gegen den Schutz des Heiligen Berges. Während Anton Distler nach physischem Gold suchte, wollte Dr. Fundermann die mineralischen Ressourcen ausbeuten. In Kirchehrenbach prallt die spirituelle Ehrfurcht der Einheimischen vor ihrem Berg auf die rücksichtslose Ausbeutung der Moderne. Das Opfer wurde getötet, weil es im Begriff war, die Kammer zu finden, was sowohl die illegalen Grabungen als auch die kommerziellen Pläne der Investoren ans Licht gebracht hätte.
Aufklärung und Finale: Showdown am Walberla-Plateau
Das Finale findet bei Nacht auf dem Gipfelplateau der Ehrenbürg statt, direkt zwischen der Walburgiskapelle und dem Steinernen Tor. Die Teilnehmer konfrontieren die Verdächtigen unter dem Sternenhimmel Oberfrankens. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch die Kirschholzfigur: Sie enthält einen winzigen GPS-Sender, den der Geologe zur Markierung seiner Fundstelle genutzt hatte. Das Signal führt direkt in den Gärkeller von Anton Distler.
Überführt wird schließlich Dr. Sybille Fundermann. Sie hatte den Geologen am Felsrand gestellt. Als dieser drohte, ihre geheimen Verträge der Naturschutzbehörde zu melden, stieß sie ihn nach einem heftigen Wortgefecht in die Tiefe. Anton Distler und Bernd Steiger waren zwar Komplizen bei den Grabungen, hatten aber mit dem Mord nichts zu tun – sie halfen nur, die Spuren zu verwischen, weil sie sich selbst strafbar gemacht hatten. In der Enge des Steinernen Tors bricht Fundermann zusammen und gesteht, dass sie „das Potenzial des Berges für das 21. Jahrhundert sichern wollte“. Sie wird von der Polizei aus dem Landkreis Forchheim abgeführt.
Auflösung und Teilnahmezertifikat
Der Fall um den Fluch des Walberla ist gelöst, der Heilige Berg der Franken kann wieder zur Ruhe kommen. Die Teilnehmer haben bewiesen, dass ihr Scharfsinn so scharf ist wie die Felsen der Fränkischen Schweiz. Die Auszeichnung trägt den Namen: „Walberla-Wächter – Ehrenermittler der Ehrenbürg“. Dieses Zertifikat wird feierlich im Rathaus von Kirchehrenbach verliehen.
Essen und Trinken: Kulinarik am Fuße des Tafelberges
Ein Krimi-Event in Kirchehrenbach verlangt nach einer Verpflegung, die die Fülle der oberfränkischen Landwirtschaft zelebriert:
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Kirchehrenbacher Kirschenbraten: Ein saftiger Schweinenacken, der in einer dunklen Soße aus Edelkirschbrand und frischen Kirschen geschmort wurde, serviert mit hausgemachten fränkischen Klößen und Wirsing.
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Walberla-Forelle: Frisch gefangene Forelle aus der Wiesent, in Mandelbutter gebraten, dazu Salzkartoffeln mit Kräutern von den Berghängen.
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Brennmeister-Brotzeit: Eine kräftige Platte mit regionalem Schinken, „Gerupftem“ (Obatzter), Kren (Meerrettich) und kräftigem Bauernbrot aus dem Holzofen.
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Ehrenbacher Kirschmichel: Ein warmer Auflauf aus Brötchen, Kirschen und Zimt, verfeinert mit einem Schuss hauseigenem Obstler.
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Getränke: Neben den prämierten Edelbränden der lokalen Brennereien wird ein dunkles Landbier aus einer der vielen kleinen Brauereien der Fränkischen Schweiz gereicht. Als alkoholfreie Alternative dient frisch gepresster Apfelsaft der Streuobstwiesen.
Zusatz-Programmpunkte
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Brennerei-Besichtigung: Ein Einblick in die Kunst des Schnapsbrennens in einer der Traditionsbetriebe von Kirchehrenbach.
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Fackellauf aufs Walberla: Ein abendlicher Aufstieg mit Sagen-Erzählungen über die Kelten und Hexen.
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Streuobst-Lehrpfad: Eine geführte Tour durch die Obstbaumwiesen mit Verkostung der verschiedenen Apfel- und Kirschsorten.
Benötigte Requisiten
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Eine handgeschnitzte Kirschholzfigur (Hexe).
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Ein geologischer Hammer mit Gravur.
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Ein Fernglas mit Kalkstaubspuren.
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Markierte Karten der Ehrenbürg.
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Ein Autoschlüssel mit Werkstatt-Anhänger.
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Eine Metallkapsel mit einem „historischen Brief“.
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Ein Laserpointer.
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Bodenproben mit Kirschmaische-Resten.
Escape-Situation: Die Mission „Das Siegel der Kelten“
Die Teilnehmer müssen eine Mission erfüllen, um das versiegelte Dokument des Geologen zu finden, das den Standort der Kultkammer vor der Zerstörung rettet.
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Das Rätsel der Brennkessel: In der Brennerei müssen die Teilnehmer die Anzahl der Destillierblasen zählen und diese mit den Jahreszahlen an den Türstürzen der Fachwerkhäuser kombinieren. Die Lösung ergibt den Code für ein Vorhängeschloss an einer alten Holzkiste.
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Die Peilung am Steinernen Tor: Die Teilnehmer müssen mit dem Laserpointer von einem markierten Punkt am Berghang aus das Kirchturmkreuz von Kirchehrenbach anpeilen. Der Lichtpunkt trifft auf eine bestimmte Stelle am Fels, wo ein Hinweis in einer Ritze steckt.
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Die Kräuter-Chiffre: Auf den Obstwiesen sind Schilder mit Pflanzennamen aufgestellt. Die Teilnehmer müssen die Heilkräuter nach ihrer Blütezeit ordnen. Die Anfangsbuchstaben ergeben ein Passwort für eine verschlüsselte Datei auf einem Tablet.
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Der Klang des Berges: Im Kirchhof müssen die Teilnehmer mit einem kleinen Hammer drei verschiedene Steine anschlagen. Nur in einer bestimmten Tonfolge schwingt ein mechanischer Riegel an einem Versteck im Mauerwerk auf.
Die nächste Überlegung betrifft die Koordination mit der Bergwacht und der Naturschutzbehörde, um sicherzustellen, dass die Spielbereiche am Walberla während des Events optimal gesichert sind und der Schutz der Flora und Fauna in Kirchehrenbach oberste Priorität behält.
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