Das Tor zum Steigerwald am Main

Eltmann, die Stadt mit Herz und Tradition im Landkreis Haßberge, bildet die malerische und zugleich spannungsgeladene Kulisse für dieses kriminelle Ereignis. Geografisch liegt der Ort an einer strategisch bedeutsamen Nahtstelle in Unterfranken, dort wo der Main sich seinen Weg zwischen den waldreichen Höhenzügen des Steigerwalds im Süden und den sanften Ausläufern der Haßberge im Norden bahnt. Die Region ist geprägt durch das weite Tal des Mains, das hier von fruchtbaren Auen und markanten Steilhängen gesäumt wird. Das Stadtgebiet von Eltmann schmiegt sich an den Fuß der Berge und wird von der weithin sichtbaren Silhouette des Wallburgturms dominiert, der wie ein steinerner Wächter über das fließende Wasser und die geschäftigen Gassen wacht.

Die Besonderheit von Eltmann liegt in seiner langen Geschichte als Amtsstadt des Hochstifts Würzburg und seiner engen Verbindung zur Flößerei und dem Handwerk. Das Wahrzeichen der Stadt ist unbestreitbar die Wallburg, eine ehemalige staufische Reichsburg, von der heute vor allem der mächtige Bergfried erhalten geblieben ist. Von dort oben bietet sich ein beeindruckender Blick über das Maintal bis hin zum Main-Donau-Kanal, der die Modernität der Binnenschifffahrt in die historische Landschaft bringt. Die Altstadt besticht durch ihre verwinkelten Gassen, Fachwerkhäuser und die barocke Stadtpfarrkirche St. Michael. Doch hinter dieser idyllischen Fassade aus fränkischer Gemütlichkeit und geschichtsträchtigem Sandstein schwelt ein düsteres Geheimnis. Während der Vorbereitungen für das große Wallburgfest wird ein bekannter Archäologe leblos am Fuße des Burgbergs aufgefunden. In seiner Hand hält er eine antike Speerspitze aus Eisen, und seine Kleidung weist Spuren von feuchtem Lehm und feine Rückstände von Hopfenpollen auf. Ein Fall beginnt, der die Ermittler von den schwindelerregenden Höhen des Turms bis tief in die versteckten Weinkeller und die Nebel der Mainauen führt.


Schauplätze: Orte der Tat und der Beweise

Der Wallburgturm (Der Tatort) Hoch oben auf dem Bergfried, wo der Wind scharf um die alten Quader weht, beginnt die Spurensuche. Auf der Aussichtsplattform wird das erste Beweismittel sichergestellt: Ein hochwertiger Kamerafilter, an dessen Rand Rückstände von Spezialfett und winzige Partikel von Abrieb aus Grauguss haften. Besonders auffällig ist eine frische Einkerbung im hölzernen Geländer, die darauf hindeutet, dass ein Seil unter großer Last darübergezogen wurde. Auf dem Steinboden finden sich zudem Abdrücke von Segelschuhen, deren Sohlen Spuren von Main-Kies und getrocknetem Schlamm aufweisen, wie er typisch für das Ufer im Bereich der Alten Brücke ist.

Das Heimatmuseum im Rathaus (Die Spur der Legende) In den Ausstellungsräumen, die der Geschichte der Flößerei in Eltmann gewidmet sind, wird das zweite Indiz geborgen. In einer Schautruhe, die eigentlich verschlossen sein sollte, liegt ein modernes Tablet-Gerät, das in ein altes Leinentuch eingewickelt ist. An dem Tuch haften Reste von Mottenpulver und der Geruch von altem Pergament. Besonders rätselhaft: Auf dem Display des Geräts ist eine Karte der unterirdischen Gänge unter der Stadt geöffnet, wobei ein Punkt direkt unter der Stadtpfarrkirche mit einem digitalen Totenkopf-Symbol markiert wurde. In der Nähe der Truhe findet man zudem einen kleinen Schlüssel mit einer Gravur, die das Wappen derer von Eltmann zeigt.

Der Ritzmannshof (Der Ort der Verbergung) In diesem historischen Anwesen am Stadtrand, das früher als Verwaltungszentrum diente, wird das dritte Beweismittel gesichert. In einer Nische des alten Taubenschlags findet man eine lederne Umhängetasche. Darin befindet sich ein Notizblock, dessen Seiten mit kryptischen Zahlenreihen und den Namen lokaler Brauereien gefüllt sind. An der Tasche kleben Rückstände von Kalkputz und winzige Metallspäne, wie sie beim Feilen von Dietrich-Sets anfallen. Zudem liegt in der Tasche eine Quittung über eine hohe Spende an einen Denkmalschutzverein, ausgestellt auf einen Namen, der im Ort wohlbekannt ist.

Die Mainauen an der Fähre (Der Ort der Flucht) An dem schilfumsäumten Ufer des Main, wo früher die Flöße aus dem Steigerwald zusammengebunden wurden, wird das vierte Indiz sichergestellt. Unter einer halb versunkenen Weide findet man ein weggeworfenes Paar Arbeitshandschuhe. An dem Material haften Rückstände von Teer und feine Fasern eines synthetischen Kletterseils. Besonders verdächtig ist eine Serie von Fotos in einer wasserdichten Hülle, die nächtliche Grabungen im Bereich der Stadtmauer zeigen.


Verdächtige: Motive und Abgründe

Dr. h.c. Maximilian „Der Bewahrer“ von Stetten (62) – Ein einflussreicher Mäzen Er entstammt einem alten Adelsgeschlecht der Region und setzt sich seit Jahrzehnten für die Sanierung der Wallburg ein.

  • Motiv: Familienehre und Stolz. Der Archäologe hatte Beweise gefunden, dass die Vorfahren derer von Stetten die Burg im Mittelalter durch Verrat und Raubmord an den rechtmäßigen Besitzern erlangt hatten. Maximilian wollte diese Schande unter allen Umständen vertuschen, um den Ruf seiner Familie und seine politischen Ambitionen in Unterfranken zu retten. Die Spezialfett-Rückstände und der Grauguss-Abrieb stammen von seinem privaten Oldtimer, mit dem er oft zur Burg fährt.

  • Besonderheit: Er trägt stets einen Siegelring, spricht ein sehr gepflegtes Schriftdeutsch und hat die Angewohnheit, beim Sprechen ständig seine Manschettenknöpfe zu kontrollieren.

Sabine „Die Flößerin“ Strom (45) – Eine geschäftstüchtige Gastronomin Sie betreibt eine beliebte Ausflugsgaststätte am Main und nutzt das Erbe der Flößerei geschickt für den Tourismus in Eltmann.

  • Motiv: Gier. Sie hatte von einem legendären Goldschatz erfahren, den der letzte Ritter der Wallburg in den Tunneln unter der Stadt versteckt haben soll. Sie brauchte das Geld, um eine drohende Pfändung ihres Betriebs abzuwenden. Die Segelschuhe mit den Main-Kies-Resten und die Handschuhe mit Teerspuren gehören zu ihrer Ausrüstung am Fluss.

  • Besonderheit: Sie wirkt sehr energisch, trägt meist eine wetterfeste Funktionsjacke und hat einen durchdringenden Blick, der keine Widerrede duldet.

Hermann „Der Archivar“ Keller (55) – Ein besessener Ortschronist Er verbringt jede freie Minute in den staubigen Kellern des Rathauses und kennt jede Urkunde von Eltmann auswendig.

  • Motiv: Besessenheit und Neid. Er fühlte sich vom Archäologen übergangen, da dieser die Lorbeeren für eine Entdeckung einheimsen wollte, die Hermann bereits Jahre zuvor in den Akten vermutet hatte. Der Neid auf den akademischen Ruhm des Opfers trieb ihn in den Wahnsinn. Der Dietrich-Satz und die Kalkputzreste weisen auf seine nächtlichen Erkundungstouren in den historischen Gebäuden hin.

  • Besonderheit: Er spricht sehr leise, fast flüsternd, trägt eine dicke Hornbrille und riecht ständig nach altem Papier und Tabak.


Konflikt und Geheimnis: Das Blutgericht von Eltmann

Das tiefe Geheimnis von Eltmann führt zurück in das 14. Jahrhundert, in eine Zeit blutiger Fehden zwischen dem Bischof von Würzburg und den Raubrittern des Steigerwalds. Eine Legende besagt, dass der „Schwarze Ritter“ der Wallburg kurz vor seiner Hinrichtung einen Fluch aussprach: Jeder, der versucht, sein Gold zu berühren, soll denselben tiefen Sturz erleiden wie er selbst vom Bergfried.

Der Konflikt entzündete sich an der Wiederentdeckung des „Blutbuchs“, einer Chronik, die die Verbrechen der damaligen Zeit und den genauen Standort des Verstecks dokumentierte. Während der Archivar das Buch als sein Eigentum betrachtete und die Flößerin nach dem Gold suchte, wollte der Mäzen das Buch vernichten, um seine Familiengeschichte zu reinigen. Das Opfer wurde zum Ziel, als es begann, die Tunnelverbindungen zwischen der Wallburg und der Stadtpfarrkirche freizulegen. Der Mord war kein Werk eines Fluches, sondern das Ergebnis eiskalten Kalküls, um eine unbequeme Wahrheit für immer im Muschelkalk zu begraben.


Aufklärung und Finale: Showdown in der Krypta

Das Finale findet in den kühlen, dunklen Gewölben der Krypta unter der Stadtpfarrkirche St. Michael statt. Während draußen die Glocken zur Vesper läuten, werden die Indizien zusammengeführt. Der entscheidende Durchbruch gelingt durch die Analyse des Abriebs am Kamerafilter: Es handelt sich um eine seltene Legierung, die exakt mit der Winde des privaten Oldtimers von Maximilian von Stetten übereinstimmt.

Überführt wird schließlich Maximilian von Stetten in Zusammenarbeit mit Hermann Keller. Maximilian hatte den Archäologen auf den Turm gelockt und ihn dort im Streit in die Tiefe gestoßen, wobei Keller Schmiere stand und später half, die digitalen Daten des Opfers zu löschen. Die Speerspitze in der Hand des Opfers war ein letztes, verzweifeltes Zeichen des Archäologen, der auf das Familienwappen derer von Stetten hinweisen wollte, das ursprünglich drei Speerspitzen zeigte. In einem dramatischen Moment versucht von Stetten, die Teilnehmer mit der Aussicht auf Fördermittel zu bestechen, wird aber von den Ermittlern gestellt, die den Fluchtweg durch das unterirdische Kanalsystem zum Main bereits abgeriegelt haben. Das Blutbuch wird dem Museum übergeben, und die wahre Geschichte von Eltmann kommt ans Licht.


Auflösung und Teilnahmezertifikat

Der Fall um den Fluch des Wallburgritters ist gelöst, der Schatten über der Burg ist gewichen und die Wahrheit über die Gründung der Stadt ist rehabilitiert. Die Teilnehmer haben bewiesen, dass sie selbst in den verwinkelten Gängen der Geschichte den roten Faden finden können. Die Auszeichnung trägt den Namen: „Wächter des Wallburg-Geheimnisses – Eltmanner Meisterdetektiv“. Dieses Zertifikat wird feierlich im Schatten des Bergfrieds verliehen.


Essen und Trinken: Kulinarik zwischen Main und Wald

Ein Krimi-Event in Eltmann verlangt nach einer Stärkung, die die Schätze des Flusses und des Waldes verbindet:

  • Eltmanner Wallburg-Topf: Ein kräftiger Eintopf aus Wildschweinfleisch aus dem Steigerwald, verfeinert mit regionalen Pilzen und Wurzelgemüse, serviert mit hausgemachtem Bauernbrot.

  • Gebratene Main-Zander: Frisch gefangenes Zanderfilet auf der Haut gebraten, serviert mit einer feinen Weißwein-Soße aus fränkischem Silvaner und Petersilienkartoffeln.

  • Flößer-Platte: Eine herzhafte Brotzeit mit geräucherter Forelle, Limburger Käse mit Musik, Hausmacher Wurst und frischem Radi, serviert auf einem rustikalen Holzbrett.

  • Steigerwald-Beeren-Traum: Ein Dessert aus wilden Blaubeeren und Brombeeren der Region, geschichtet mit Quarkcreme und knusprigen Haferkeksen.

  • Getränke: Unverzichtbar ist ein frisch gezapftes „Eltmanner Lager“ oder ein Glas trockener Riesling aus den Steillagen des Maintals. Als Digestiv dient ein „Main-Wasser“, ein klarer Obstbrand aus heimischen Zwetschgen. Zum Abschluss gibt es einen Hefe-Plootz, den typischen Blechkuchen der Region.


Zusatz-Programmpunkte

  • Nachtwächter-Rundgang: Eine Führung durch die beleuchtete Altstadt mit Geschichten über die dunklen Legenden von Eltmann.

  • Flößer-Workshop: Eine kleine Einführung in die Kunst des Holzknotens und der Navigation auf dem Main.

  • Turmbesteigung bei Mondschein: Ein exklusiver Besuch des Wallburgturms mit Blick auf die Lichter des Maintals.


Benötigte Requisiten

  • Eine antike Speerspitze aus Eisen (Replik).

  • Ein Kamerafilter mit deutlichen Fettspuren.

  • Ein Tablet-Gerät mit einer Karte der unterirdischen Gänge.

  • Ein ledenes Notizbuch mit kryptischen Zahlen.

  • Ein alter Schlüssel mit dem Wappen derer von Eltmann.

  • Proben von Main-Kies, Hopfenpollen und Kalkputz in Gläsern.

  • Ein synthetisches Kletterseil (Fragment).


Escape-Situation: Die Mission „Der Schatz des Schwarzen Ritters“

Die Teilnehmer müssen eine Mission erfüllen, um das originale „Blutbuch“ zu finden, bevor Maximilian von Stetten es in den Fluten des Main vernichtet.

  1. Das Rätsel der Brückenpfeiler: An der alten Mainbrücke in Eltmann sind historische Hochwassermarken eingraviert. Die Summe der Jahreszahlen der drei höchsten Wasserstände ergibt den Code für das Zahlenschloss am Ritzmannshof.

  2. Die Flößer-Chiffre: Im Heimatmuseum müssen die Teilnehmer ein Rätsel lösen, das auf den alten Markierungen der Holzstämme basiert. Die Symbole müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden, um das Versteck des Tablet-Schlüssels zu finden.

  3. Die Kräuter-Analyse: Im Garten der Stadtpfarrkirche müssen drei spezifische Pflanzen identifiziert werden, die früher zur Wundheilung dienten. Die Anzahl ihrer Blütenblätter ergibt die Kombination für den Tresor in der Krypta.

  4. Die Peilung vom Turm: Mit Hilfe eines Kompasses müssen die Teilnehmer vom Wallburgturm aus die Kirchturmspitze von St. Michael anpeilen. Der exakte Winkel weist auf die Steinplatte im Boden der Altstadt, unter der sich der geheime Zugang zum Tunnel befindet.

Nächste Überlegung zur Einbindung eines lokalen Winzers, der den Teilnehmern während der Ermittlungen erklärt, wie man durch die Analyse der Weinflecken auf dem Notizblock des Verdächtigen feststellen kann, ob dieser sich zur Tatzeit in einem bestimmten Weinkeller am Burgberg aufgehalten hat.

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